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Frank Zappa: Beeindruckendes Live-Dokument

Universal Music veröffentlich am 18. Juni unter dem Titel "Zappa '88: The Last U.S. Show" zum ersten Mal den Mitschnitt des letzten Konzerts von Frank Zappa in den USA.

18.06.2021 09:43 • von Norbert Schiegl
Ein zeitloses Dokument: "Zappa '88: The Last U.S. Show" dokumentiert das letzte USA-Konzert von Franz Zappa (Bild: Universal Music)

Universal Music veröffentlich am 18. Juni unter dem Titel "Zappa '88: The Last U.S. Show" zum ersten Mal den Mitschnitt des letzten Konzerts von Frank Zappa in den USA.

Niemand wusste, dass es der letzte Auftritt von Franz Zappa in den USA sein würde, als er zusammen mit seiner elfköpfigen Band am 25. März 1988 die Bühne des Nassau Coliseums in Long Island, New York, betrat. Wenige Tage später reiste die Gruppe nach Europa, wo sie ihre Tour durch mehrere Länder führte. Bevor das Ensemble für weitere geplante Konzerte in die USA zurückkehren konnte, brach die Band auseinander, die als eine der besten galt, die Zappa jemals zusammengestellt hatte.

Am 18. Juni erscheint die finale Amerikashow nun zum ersten Mal unter dem Titel "Zappa '88: The Last U.S. Show" auf einem Tonträger. Es ist die erste posthume Archivveröffentlichung der Liveband von 1988 und enthält 29 Songs, darunter zwei zusätzliche Performances von derselben Tour, eine aufregende Interpretation des Titels "Whipping Post" von den Allman Brothers von der Show in Providence, Rhode Island, am 16. März, und eine nicht weniger beeindruckende Coverversion von Led Zeppelins "Stairway To Heaven", mitgeschnitten beim Konzert am 23. März in Towson, Maryland.

Das Album erscheint als 2-CD-Set und als 4-LP-Vinylbox und enthält einen detaillierten Begleittext von Joe Travers und Chad Wackerman, dem Schlagzeuger der Band, der seinen 28. Geburtstag auf der Bühne feierte und in den Genuss eines Geburtstagsständchens von Frank Zappa und dem Publikum kam. Die Aufnahmen wurden mit kompletter Autorisierung durch den Zappa Trust von Craig Parker Adams neu abgemischt. Als Produzenten fungierten Ahmet Zappa und der Zappa-Archivar Joe Travers.

Die Band funktionierte live auch deshalb zu gut, weil Zappa auf eine Mischung aus bewährten Musikern, von denen einige schon seit den Anfangstagen seiner Karriere mit ihm auftraten, und talentierten Neuzugängen setzte. Zum Einsatz kam bei den Konzerten 1988 auch Zappas damaliges neues Lieblingsinstrument: das Synclavier. Mit einem Repertoire von rund 100 Songs war dieses Klangerzeugungssystem in der Lage, nicht nur Zappas komplexe Kompositionen zu spielen, sondern auch klassische Stücke von unter anderem Béla Bartók und Igor Strawinsky.