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Charts KW 24: Spektakuläres Comeback der No Angels

Mit ihrem Jubiläumsalbum "20" kehren die No Angels an die Spitze der Offiziellen Deutschen Charts zurück und verbuchen hier ihr viertes Nummer-eins-Album. Rise Against rocken sich mit "Nowhere Generation" von null auf zwei. Bei den Singles schnappt sich Olivia Rodrigo mit ihrem Hit "Good 4 U" das Zepter.

11.06.2021 16:20 • von Frank Medwedeff
Happy: die No Angels mit ihrem Nummer 1 Award für "20" (Bild: No Angels)

Mit ihrem Jubiläumsalbum "20" mit Neuaufnahmen ihrer größten Hits und vier brandneuen Songs kehren die No Angels direkt an die Spitze der Offiziellen Deutschen Charts zurück und verbuchen hier ihr viertes Nummer-eins-Album. Sandy Mölling, Lucy Diakovska, Jessica Wahls und Nadja Benaissa siegten hier zuvor mit dem No-Angels-Debütalbum "Elle'ments" (2001), mit "Now... Us!" (2002) und "Pure" (2003).

"Wir sind zutiefst gerührt und danken dem gesamten Team, allen voran unserer Plattenfirma BMG, dass dieser Traum wahrgeworden ist. Es bewegt uns sehr, dass es auch nach 20 Jahren noch so viele Menschen gibt, die unsere Musik so tief berührt", erklären die No Angels, die von GfK Entertainment schon den Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts für "20" erhalten haben.

Maximilian Kolb, Managing Director GSA bei BMG, sagt: "Wir sind unheimlich stolz darauf, mit dieser ikonischen Band einen solchen Erfolg feiern zu dürfen. In aller erster Linie aber freuen wir uns für Lucy, Nadja, Jessica und Sandy: Die Nummer eins zum 20. Jubiläum ist das beste Geschenk, das man sich von seinen Fans wünschen kann. Die Zusammenarbeit mit den No Angels ist etwas ganz Besonderes für das Team von BMG in Berlin und wir freuen uns, dass die Resonanz von der Albumkampagne bis hin zum grandiosen Vorverkauf für die Liveshow so überwältigend positiv ist."

Feline Moje, BMG Director Recorded Music GSA, betont: "Die Girlband No Angels kehrt als Band erwachsener Frauen zurück und beweist ein weiteres Mal in ihrer beispiellosen Karriere, dass sie aus der deutschen Popgeschichte nicht wegzudenken sind."

Produzent Christian Geller merkt an: "Nach 20 Jahren wieder auf der eins zu stehen, ist ein wahres Popmärchen. Ich freue mich so sehr für die vier!"

Am Samstag, den 18. Juni 2022, laden die No Angels ihre Fans zum großen Open-Air-Konzert nach Berlin ein. Die Show in der Parkbühne Wuhlheide veranstaltet Undercover, der Live-Partner von BMG.

Die Punkband Rise Against aus Chicago schwingt sich in den deutschen Top 100 Longplay von null auf zwei mit ihrem Werk "Nowhere Generation". Signifikant nach vorn von zehn auf drei bewegt sich "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Volume 8".

Neuzugang auf Rang vier ist Billy F. Gibbons, der Sänger und Gitarrist von ZZ Top, mit seinem Soloalbum "Hardware". Udo Lindenberg rückt mit "Udopium - Das Beste" um eine Stelle vor auf die Fünf.

K.I.Z., die in der Vorwoche das Feld anführten, finden sich mit ihrem "Rap über Hass" auf dem sechsten Platz wieder. Die österreichische Schlager- und Volksmusiksängerin Monika Martin ist mit ihrem Sampler "25 Jahre - Ihre größten Erfolge" neu dabei auf Rang sieben. Die Prinzen, deren Album "Krone der Schöpfung" in der vorigen Woche auf Platz zwei eingestiegen war, belegen nun Position acht.

Flotsam And Jetsam, die Speed- und Thrash-Metalband aus Phoenix im US-Bundesstaat Arizona, schwingt sich von null auf neun. Ihr aktuelles Album heißt "Blood In The Water". Mobys "Reprise" fällt von Rang vier ans Ende der Top 10 zurück.

Auf Rang 16 debütiert in Deutschland "Dreamers Are Waiting", das erste neue Studioalbum von Crowded House seit elf Jahren. Ohne Anlaufzeit in die Top 20 bringen es außerdem Schlagersängerin Laura Wilde mit "Unbeschreiblich" (Platz 18) sowie die südkoreanische Boygroup Tomorrow x Together und deren Longplayer "The Chaos Chapter: Freeze" (19).

Nach der ersten Verkaufswoche immerhin noch im oberen Drittel des Tableaus landen die Koblenzer Metaller Desaster mit "Churches Without Saints" (Rang 22), der italienische Pianist und Komponist Ludovico Einaudi mit "Cinema", einem Kompendium seiner schönsten Soundtrack-Melodien (30), sowie die Kölner Indiepop-Formation Fortuna Ehrenfeld, die auf Platz 32 "Die Rückkehr zur Normalität" einfordert.

Universal Music führt mit 41,2 Prozent Wochenanteil die Vertriebsfirmenrangliste im Longplay-Segment an vor Warner Music (33,7 Prozent). Sony Music belegt Position drei (13,2 Prozent) vor Believe/GoodToGo (4,9 Prozent) sowie Tonpool Medien (3,8 Prozent).

Neue Nummer eins in den Top 100 Singles ist "Good 4 U" von Olivia Rodrigo, die Nummer zwei der vergangenen Woche. Nathan Evans verbessert sich derweil mit "Wellerman" von vier auf zwei. Höchster Neuzugang ist mit dem Einzug auf Rang drei "Sommer", eine Kollaboration von Djorkaeff, Beatzarre, Lea und Capital Bra.

Shirin David geht somit mit "Ich darf das" eine Rangstufe nach unten auf die Vier, während Riton & Nightcrawlers feat. Mufasa & Hypeman mit "Friday" auf der Fünf verharren.

Der zweithöchste Neueinsteiger taucht dann erst auf Rang 16 auf: "Beggin'" von der italienischen ESC-Siegerband Måneskin.

Universal Music beherrscht auch im Bereich Singles das Distributorenranking anhand eines Marktanteils von 47,3 Prozent. Sony Music kommt hier auf den zweiten Platz (27,8 Prozent). Die Top 5 komplett machen Warner Music (17,2 Prozent), Believe/GoodToGo (6,1 Prozent) sowie Kontor/Edel (1,7 Prozent).

In den Top 30 Compilations hält die Regentschaft der "Bravo Hits 113" an. Dahinter platzieren sich drei Neuzugänge hintereinander: "The Dome Vol. 98" bringt es auf den zweiten Platz, gefolgt von "Bääärenstark!!! - Sommer 2021" und "Club Sounds - Summer 2021".

Sofort in die Top 10, genauer gesagt auf Rang sieben, schafft es zudem zum Start der Fußball-Europameisterschaft die Zusammenstellung "Pop Giganten - Fetenhits Fussball (The Very Best Of)".

Universal Music (48,0 Prozent Marktanteil) und Sony Music (43,9 Prozent) sind die beiden dominanten Firmen in der Vertriebswertung hier. Kontor/Edel reichen 4,3 Prozent, um Warner Music (2,9 Prozent) auf den undankbaren vierten Platz zu verweisen.