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Garbage: Musik von unbestreitbarer Relevanz

2015 landeten Garbage mit "Strange Little Birds", ihrem letzten Studioalbum, auf Platz 22 der Offiziellen Deutschen Charts. Nun folgt mit "No Gods No Masters" die siebte Platte, die in kommerzieller und inhaltlicher Hinsicht deutlich mehr zu bieten hat.

11.06.2021 11:23 • von Norbert Schiegl
Garbage überzeugen auf "No Gods No Masters" mit inhaltlicher Relevanz (Bild: BMG)

2015 landeten Garbage mit "Strange Little Birds", ihrem letzten Studioalbum, auf Platz 22 der Offiziellen Deutschen Charts. Nun folgt mit "No Gods No Masters" (Stunvolume/BMG/Warner Music) die siebte Platte, die in kommerzieller und inhaltlicher Hinsicht deutlich mehr zu bieten hat.

"Dies ist unsere siebtes Album und es spiegelt auf signifikante Weise den großen Einfluss wider, den Numerologie auf die DNA des Inhalts genommen hat: die sieben Tugenden, die sieben Leiden und die sieben Todsünden", erläutert Sängerin Shirley Manson die Ausgangslage bei den Aufnahmen zum neuen Longplayer "No Gods No Master". "Es ist unser Versuch, einen Sinn darin zu finden, wie irre und verrückt die Welt geworden ist und in welch unglaublichen Chaos wir uns befinden. Es ist die Platte, von der wir das Gefühl hatten, dass wir sie exakt zu diesem Zeitpunkt machem mussten."

Verkauften sich Garbage auf den letzten Produktionen noch etwas unter Wert, so stimmt die Chemie innerhalb der Band beim neuen Album wieder. Das zeigen Songs wie "The Men Who Rule The World" oder "Uncomfortably Me" endrucksvoll.

Mit "No Gods No Masters" liefern Garbage ein ebenso mutiges wie wütendes Album ab, offenkundig politisch und sozial aufgeladen in einer Art und Weise, wie man es von der Gruppe bisher noch nicht kannte. "Ich hatte das sehr präsente Gefühl, dass wir Menschen wirklich aufpassen müssen", erklärt Shirly Manson. "Wir tourten gerade um die Welt als ich plötzlich bemerkte, wie Rassismus und Faschismus auf erschreckende und beängstigende Weise zunahmen. Ich war aufs Höchste alarmiert und hatte das Gefühl, dass sich all das auf irgendeine Weise auf dem neuen Album wiederfinden musste."

Auch ihre drei Bandkollegen teilen die Einschätzungen von Manson vorbehaltlos. "Wir waren noch nie eine politische Band, zumindest was unsere Musik betrifft", sagt Gitarrist und Keyboarder Duke Erikson. "Aber das Geschehen in den letzten vier Jahren war so intensiv und alles verzerrend geworden, dass wir es nicht einfach ignorieren konnten." Eine entsprechende musikalische Dringlichkeit entwickeln Garbage bei Songs wie "A Woman Destroyed" und "This City Will Kill You".