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Nominierte für den Opus Klassik stehen fest

Knapp 600 preisverdächtige Klassik-Acts und deren Produktionen - und damit circa 25 Prozent mehr als im Vorjahr - haben den Verein zur Förderung der Klassischen Musik in diesem Jahr erreicht. Damit haben sie sich für die Juryrunde des Opus Klassik qualifiziert.

02.06.2021 14:39 • von Dietmar Schwenger
Einige der 600 Einreichungen erhalten ihn: den Opus Klassik (Bild: Marcus Nass)

Knapp 600 preisverdächtige Klassik-Acts und deren Produktionen - und damit circa 25 Prozent mehr als im Vorjahr - haben den Verein zur Förderung der Klassischen Musik in diesem Jahr erreicht. Damit haben sie sich für die Juryrunde des Opus Klassik qualifiziert. Die Preisverleihung im Rahmen einer TV-Gala findet am 10. Oktober 2021 im Konzerthaus Berlin statt.

Wie schon im Vorjahr werden neben Künstlern und deren Alben auch Live-Projekte, Kompositionen, innovative Konzert-Formate und außergewöhnliche Leistungen oder Verdienste in insgesamt 25 Kategorien geehrt.

"Die Rekordzahl und die hervorragende Qualität der Nominierungen für den Opus Klassik 2021 illustrieren, wie leidenschaftlich und kreativ die Künstlerinnen und Künstler in einem Jahr voller Entbehrungen und Herausforderungen waren", sagt Clemens Trautmann, Vorstandsvorsitzender des Opus Klassik. "Und dass sie über ihre Projekte den Kontakt zu ihrem Publikum nie haben abreißen lassen. Daher möchten wir zum Wiederbeginn des kulturellen Lebens insbesondere auch Initiativen in den Fokus rücken, die auf Interaktion und Partizipation setzen."

Zu den diesjährigen Nominierten zählen unter anderem Igor Levit, Sonya Yoncheva, Lang Lang, Hilary Hahn, Fatma Said, Piotr Beczala, Andrea Battistoni, Nikola Djoric, Fazil Say und Klangkörper wie das Ensemble Colorito, Quatuor Ébène oder die Gächinger Kantorei.

Neu in diesem Jahr ist die Sonderkategorie für Publikums- und Partizipationsprojekte, in der Initiativen für breite gesellschaftliche Teilhabe an klassischer Musik ausgezeichnet werden. Diese Kategorie hat sich besonders auch an Verlage und Veranstalter gerichtet. Zu den nominierten Projekten zählen unter anderem "Voices" (Max Richter), "Music Lab - Join The Sound" (Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen), "100 für 100" des Mozartfestes Würzburg oder das "Musikalische Impfpflaster im Corona-Impfzentrum" (MUK Neue Horizonte / music@cetera).

"Ganz besonders erfreulich" sei auch der große Zuspruch für die Kategorie der "Nachwuchsförderung". Hier wurden Projekte wie "Faust - Ein musikalisches Traumspiel nach Johann Wolfgang von Goethe" (Theater Bonn, Kinder- und Jugendchor), Stimmenüberleben Linda Tutas Haugen "Anne Frank: A Living Voice" (Gesellschaft zur Förderung des Berliner Mädchenchores) oder "Musizieren ohne Grenzen" (Musikakademie Remelé e.V.) eingereicht. Wer alles einen Opus-Preis gewonnen hat, soll nach dem Juryentscheid im frühen Herbst bekanntgegeben werden.

Was die Corona-Pandemie und die Einschränkungen des Kulturlebens anbelangt, blickt Vorstandsmitglied und Veranstalter Burkhard Glashoff hoffnungsvoll in die Zukunft: "Nach dem monatelangen Veranstaltungsverbot wächst unter den Künstler*innen die Zuversicht, dass sich die Situation im Laufe des Sommers nachhaltig stabilisiert und der Konzertbetrieb sukzessive wieder aufgenommen werden kann. Die Nominierten freuen sich nun umso mehr darauf, das Kulturleben mit dem 4. Opus Klassik wieder aufblühen zu lassen."

Der Verein zur Förderung der Klassischen Musik hat mit Mercedes-Benz erneut einen Fahrzeughersteller für den Preis gewonnen. Die Automarke wird unter anderem mit einem Shuttle-Service stellen. "Zum dritten Mal in Folge Mercedes-Benz als starken Partner an der Seite zu haben, unterstreicht die Strahlkraft unserer Künstlerinnen und Künstler und der klassischen Musik insgesamt. Wohl kein anderes Genre repräsentiert Nachhaltigkeit und handwerkliche Exzellenz so überzeugend wie unseres, und daher ist die Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz auch besonders schlüssig und inspirierend", so Trautmann.

Inforamtionen zu den Nominierten stehen bereits online

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