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Forum Veranstaltungswirtschaft begrüßt Öffnung im Norden

In einer Stellungnahme lobt das Forum Veranstaltungswirtschaft, ein Zusammenschluss von sechs Liveverbänden, die von Schleswig-Holstein in Aussicht gestellten Öffnungen für Veranstaltungen, darunter auch Events mit größeren Zuschauerzahlen.

02.06.2021 13:29 • von Dietmar Schwenger
Stellt eine Studie zur Öffnung zur Verfügung: das Forum Veranstaltungswirtschaft (Bild: Forum Veranstaltungswirtschaft)

In einer Stellungnahme lobt das Forum Veranstaltungswirtschaft, ein Zusammenschluss von sechs Liveverbänden, die von Schleswig-Holstein in Aussicht gestellten Öffnungen für Veranstaltungen, darunter auch Events mit größeren Zuschauerzahlen. So freut sich das Forum über "echte Perspektiven für die zweite Jahreshälfte".

Der Frage, wie künftig auch unter Pandemiebedingungen Großveranstaltungen stattfinden können, stellt sich das Amt Schenefeld mit einer vom Land Schleswig-Holstein geförderten Projektstudie für die "Erstellung von Hygienekonzepten für Großveranstaltungen". Der jüngst veröffentlichte Stufenplan der Landesregierung ermöglicht ab sofort steigende Veranstaltungskapazitäten und Schachbrett-Bestuhlungspläne in Innenräumen.

Dabei sieht der Stufenplan - eine fortgesetzt positive Entwicklung des Infektionsgeschehens vorausgesetzt - spätestens ab Anfang August Veranstaltungen ohne Kapazitätsbeschränkungen im Freien und ab Anfang September auch in geschlossenen Räumen vor. Dies gilt ausdrücklich auch für Großveranstaltungen aller Art.

"Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, welches unserer Branche eine konkrete Perspektive für die Durchführung von Veranstaltungen bietet", sagt Jens Michow als Mitglied der Allianz und als geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzertund Veranstaltungswirtschaft (BDKV).

"Ministerpräsident Günther war geleitet von der Tatsache, dass staatliches Handeln rechtmäßig sein muss. An der Rechtmäßigkeit von Eindämmungsmaßnahmen fehlt es allerdings, wenn sie nicht mehr verhältnismäßig sind. Dann macht der Staat sich angreifbar. Ich erwarte, dass alle Bundesländer diesem Vorbild folgen", so Michow weiter.

Veranstalter in Schleswig-Holstein würden nun "mit Hochdruck" vor allem auch wirtschaftliche Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte planen. Wirtschaftlich seien Veranstaltungen allerdings nur, wenn gemietete Veranstaltungskapazitäten auch uneingeschränkt genutzt werden dürfen, heißt es in der Stellungnahme. Ansonsten stehen 100 Prozent Kosten lediglich 25 Prozent Einnahmen gegenüber", betont Michow.

"Erfreulich ist es, dass dem Stufenplan auch zu entnehmen ist, ab wann auch große Messen, Volksfeste, Sportveranstaltungen und Festivals wieder möglich sein werden", ergänzt Linda Residovic, Geschäftsführerin des Verbandes für Medien- und Veranstaltungswirtschaft.

Die Projektstudie soll nun sowohl als Grundlage für künftige politische Diskussionen über weitere Öffnungsschritte als auch als Informationsquelle für die Veranstaltungswirtschaft genutzt werden. Sie soll einen Handlungsrahmen liefern, unter dessen Anwendung Großveranstaltungen auch zu Pandemiezeiten mit einem akzeptablen Restrisiko durchgeführt werden können. "Bei sehr hohem Organisationsgrad einiger Veranstaltungen kann dieses verbleibende Restrisiko bei entsprechenden Veranstaltungen sogar niedriger als das allgemeine Lebensrisiko der beteiligten Teilnehmer:innen im öffentlichen Raum sein", informiert Michow.

Autoren der Projektstudie sind Marten Pauls, Verbandsmitglied sowie Infektionsschutz- und Hygienebeauftragter des BDKV, und Rechtsanwalt Daniel Schlatter, der eine Kanzlei für Veranstaltungsrecht führt und das Wacken Open Air als Veranstaltungsleiter begleitet. Unterstützt wurden die Autoren von Arbeitsgruppen aus der Veranstaltungsbranche, dem Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit - Sektion One Health in Bonn - sowie vom Lehrstuhl für Stochastik am Mathematischen Seminar der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel. Letzterer hat an der Entwicklung eines mathematischen Modells zur Berechnung der Auswirkungen verschiedener Testszenarien au

Die Projektstudie mit allen Werkzeugen steht online zum kostenfreien Download zur Verfügung. Auch liegt sie bereits allen Staatskanzleien der übrigen Bundesländer vor, die in den nächsten Wochen ebenfalls über weitere Öffnungsschritte entscheiden müssen.

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