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Österreichs Musikindustrie greift Labels mit Förderprogramm unter die Arme

IFPI Austria, der Verband der österreichischen Musikwirtschaft, und die Verwertungsgesellschaft LSG setzen ihr Hilfsprogramm für heimische Musiklabels mit einer weiteren Förderinitiative fort.

31.05.2021 16:48 • von Jonas Kiß
Will den Labels wieder Mut machen: Franz Medwenitsch (Bild: IFPI Austria)

IFPI Austria, der Verband der österreichischen Musikwirtschaft, und die Verwertungsgesellschaft LSG setzen ihr Hilfsprogramm für heimische Musiklabels mit einer weiteren Förderinitiative fort.

Das "Rettungs- und Investitionsförderungsprogramm" richtet sich speziell an kleine und mittlere Musiklabels. Die Förderungen bestehen aus nicht rückzahlbaren Einmalbeträgen und umfassen zwei konkrete Maßnahmen. Zum einen gibt es die Label-Projektförderung für mittelgroße Firmen und zum anderen die sogenannte "Sonder-Produktionsförderung" für kleinere Labels.

Die Label-Projektförderung richtet sich an" mittelgroße Labels, die am Musikstandort Österreich dauerhaft aktiv und strukturrelevant sind". Ziel des Förderprogramms sei es, "die Produktions- und Vermarktungstätigkeit in Österreich zu unterstützen, damit gleichzeitig die gewachsenen Strukturen der Musiklabels in der anhaltenden Krise zu festigen und Anreize für den Neustart der heimischen Musikbranche zu schaffen." Die Zuschüsse reichen dabei je nach Förderkategorie von 10.000 bis maximal 25.000 Euro.

Die Sonder-Produktionsförderung ist derweil "als Unterstützung für kleinere Labels niederschwellig konzipiert". Schon ab einem LSG-Tantiemenaufkommen von 250 Euro pro Jahr können Labels hier Förderungen beantragen. Die Höhe des nicht rückzahlbaren Zuschusses beträgt 500 Euro.

Die Gelder stammen aus den sozialen und kulturellen Einrichtungen der österreichische Verwertungsgesellschaft LSG, die wiederum aus den Einnahmen aus der Privatkopievergütung gespeist werden. Details zu den Förderbedingungen finden sich auf den Onlineseiten der Verwertungsgesellschaft.

"Vor dem Hintergrund der aktuellen Öffnungsschritte wollen wir mit unserer Förderinitiative vor allem kleineren und mittleren Labels Mut machen", sagt Franz Medwenitsch, Geschäftsführer IFPI Austria: "Die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind noch lange nicht überwunden. Dennoch ist es jetzt an der Zeit, den Neustart zu planen und dabei wollen wir mit unseren Förderungen helfen. Gleichzeitig soll die Beschäftigung in der österreichischen Musikbranche erhalten und die kulturelle Vielfalt gestärkt werden."