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Popkomm kehrt zurück

Manfred Tari hat die Rechte an der Popkomm erworben, die zuletzt 2008 in Berlin stattfand. Für eine "re - Loaded"-Hybridausgabe in Köln unter dem Motto "Parliament Of Pop - Unfck Politics" hat der MusikWoche-Autor am 11. Juni unter anderem Karl Lauterbach, Joe Chialo und Holger Hübner gewonnen.

31.05.2021 14:04 • von Dietmar Schwenger
Kehrt als Hybridausgabe nach Köln zurück: die Popkomm (Bild: Popkomm reloaded)

Manfred Tari hat die Rechte an der Popkomm erworben, die zuletzt 2008 in Berlin stattfand. Für eine "re - Loaded"-Hybridausgabe im Kölner Luxor unter dem Motto "Parliament Of Pop - Unfck Politics" hat der MusikWoche-Autor am 11. Juni 2021 unter anderem Karl Lauterbach, Joe Chialo und Holger Hübner als Sprecher gewonnen.

"Sie war einst die größte Messe für Popkultur und ihr Name war Programm: Popkomm stand und steht für Pop und Kommunikation", sagt Tari, der sich auch als Kurator für Konferenzen wie Reeperbahn Festival oder Eurosonic Noorderslag einen Namen gemacht hat. "Nun gibt es zahlreiche Gründe, die Popkomm neu zu erfinden."

Neben dem SPD-Gesundheitsexperten, dem Airforce1-Chef und dem Wacken-Gründer nehmen an der Konferenz unter anderem Claudia Roth und Erhard Grundl (beide Bündnis 90/Die Grünen), Susanne Henning-Wellsow (Die Linke), Rembert Stiewe (Orange Blossom Special) und Sandra Beckmann (Alarmstufe Rot) teil.

Zu den weiteren Sprechern gehören Jens Herrndorff (Manager von Fettes Brot, Bündnis 90/Die Grünen), Daniel Schneider (Chef und Booker Deichbrand Festival, SPD), Ebenso treten an: Michael Beckmann (Rettet die Klubs), Sandra Beckmann (Alarmstufe Rot), Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen), Ole Plogstedt (Rote Gourmet Fraktion) sowie Marc Wohlrabe (CDU/Livekomm).

"Eines haben Politik und Popkultur gemeinsam - sie berühren letztlich jede:n. Trotzdem scheinen zumindest in Deutschland beide eine grundlegend andere Sprache zu sprechen - oder anders: Man versteht sich nicht sonderlich gut", führt Tari aus. "Was liegt also näher, als im Superwahljahr 2021 Pop und Politik einander näher zu bringen. Wenn die Popkultur schon nicht systemrelevant ist und in der politischen Prioritätenliste der Coronakrise ganz weit hinten rangiert, so ist es an der Zeit, dass Miteinander von Pop und Politik neu zu verhandeln."

Das Parliament of Pop der Popkomm hat sich zum Ziel gesetzt, die politische Debatte zu bereichern und den demokratischen Dialog zu erweitern: Zu den Fragen, die die Digitalkonferenz beantworten will, gehören etwa: Kommt die Vermögensteuer für Popstars oder wer rettet die Clubs? Die Panels laufen unter Überschriften wie "Vorverkauf oder Abendkasse?", "Nicht ohne meinen Anwalt", "Pop.Macht.Politik!", "Mutprobe Politik", "Blaupause Sleaford Mods" oder "Aus dem Maschinenraum der Politik".

Als Unterstützter der Veranstaltung fungiert die Karsten Jahnke Konzertdirektion, Medienpartner sind MusikWoche und Höme. Moderatorinnen sind Isabel Roudsarabi (Höme) und Susanne Reimann.

Das vollständige Popkomm-Programm steht bereits online.

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