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GEMA erhält Kulturförderpreis für "Corona Nothilfeprogramm"

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI hat die GEMA mit dem Sonderpreis des Deutschen Kulturförderpreises für außerordentliches Engagement für Kunst und Kultur im Kontext der COVID-19-Pandemie ausgezeichnet.

27.05.2021 18:31 • von Frank Medwedeff
Sieht die "hochwirksame Hilfe" der GEMA für ihre Mitglieder gewürdigt: der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Weigand (Bild: Florian Jaenicke)

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. hat den Sonderpreis des Deutschen Kulturförderpreises für außerordentliches Engagement für Kunst und Kultur im Kontext der COVID-19-Pandemie an die GEMA verliehen. Die Jury würdigt mit der Auszeichnung das mehrstufige "Corona Nothilfeprogramm für GEMA-Mitglieder" und unterstreiche den Gemeinschaftssinn, den die Verwertungsgesellschaft mit den ergriffenen Maßnahmen bewiesen habe.

Die virtuelle Verleihung des Deutschen Kulturförderpreises 2021 erfolgte in Kooperation mit dem "Handelsblatt" und dem ZDF am 27. Mai um 17.30 Uhr. Förderpartnerin war die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Durch die digitale Veranstaltung führte Barbara Hahlweg vom ZDF.

Das entschlossene Handeln und die unmittelbare Reaktion der GEMA auf die Not der Musikschaffenden überzeugten demnach die Jury des Deutschen Kulturförderpreises: Die GEMA habe "schnell, beherzt und unbürokratisch" reagiert, um ihre existenzgefährdeten Mitglieder zu unterstützen, heißt es in der Begründung für die Preisvergabe. Mit den ergriffenen Maßnahmen habe die GEMA auf unterschiedliche Weise auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder reagiert und an ihre Gründungsidee der Solidarität und des gegenseitigen Schutzes und Beistandes angeknüpft.

Ralf Weigand, Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA, erklärte: "Die GEMA zeigt ein weiteres Mal, dass unsere, manchmal als 'oldschool' belächelte Struktur eines Solidarvereins der Kreativen gerade in Krisenzeiten hochwirksame Hilfe für unsere Mitglieder ermöglicht. Dadurch, dass wir insbesondere den existenziell schwer betroffenen Künstlerinnen und Künstlern unter uns bereits in der ersten Phase sehr effektiv und unbürokratisch helfen konnten, trägt die GEMA ganz wesentlich zum Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft bei. Denn es sind die Kreativen, die Kultur- und Musikschaffenden, die durch ihre Werke und Darbietungen unser aller Leben eindrucksvoll bereichern."

Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, meinte zu der Auszeichnung: "Es freut uns sehr, dass unser Engagement mit dem Kulturförderpreis belohnt wird. Das vergangene Jahr hat noch einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Solidargemeinschaft der Musikschaffenden und der Zusammenhalt untereinander sind. Die Corona-Pandemie bedroht viele Kreativschaffende in ihrer wirtschaftlichen Existenz und legt nahezu eine gesamte Branche still. Dank der tatkräftigen Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir schnell und unbürokratisch helfen."

Die Verwertungsgesellschaft stellt nach eigenen Angaben seit März 2020 insgesamt ein Budget von knapp 40 Millionen Euro zur Verfügung, um lockdownbedingte Einnahmeausfälle für ihre insgesamt 80.000 Mitglieder abzumildern. Die Mitglieder der Verwertungsgesellschaft konnten im Programm "Schutzschirm Live" Vorauszahlungen auf künftige Ausschüttungen beantragen. Mit einem Volumen von fünf Millionen Euro stellte die GEMA zusätzlich einen "Corona-Hilfsfonds" für besonders betroffene Mitglieder bereit, aus dem einzelne Mitglieder eine Übergangshilfe von bis zu 5000 Euro beantragen konnten. Insgesamt habe die GEMA 2376 Anträge im Rahmen der beiden Programme bewilligt.

Die Verwertungsgesellschaft verlagerte zudem ihre #GEMAStage-Konzerte für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler mit Beginn der Pandemie in den digitalen Raum. Die "reichweitenstarken" Livestream-Konzerte wurden im Sommer 2020 unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen auch als Live-Konzertreihe vor kleinem Publikum in München veranstaltet. Zusammen mit der Übertragung auf dem eigenen Facebook-Kanal der Gesellschaft erreichten die beteiligten Künstler*innnen laut GEMA mehr als 250.000 Musikbegeisterte. Mit der Konzertreihe habe die GEMA Musikschaffende und Publikum wieder zusammengeracht sowie lokale Spielstätten, Veranstalter und Techniker unterstützt.