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Livestream-Event zum Todestag von George Floyd

Anlässlich des Todestages von George Floyd erinnert das Livestream-Event "Lass mich atmen" mit Rap-Performances und Talks am 25. Mai ab 20 Uhr an dessen gewaltsamen Tod und unterstützt die "Black Lives Matter"-Kampagnen. Unter Ägide von Alles Gold, YouTube und Sony Music sind unter anderen Eunique, Jalil und Roger Rekless dabei.

25.05.2021 16:10 • von Frank Medwedeff
Verknüpft Rap-Performances und Talkrunden: "Lass mich atmen" (Bild: YouTube_Sony Music)

Der Todestag von Georg Floyd jährt sich am 25. Mai 2021 zum ersten Mal. Dessen Tötung durch einen Polizisten und die anschließenden weltweiten Proteste dagegen im Rahmen der "Black Lives Matter"-Kampagnen sowie persönliche Erfahrungen haben die Künstler:innen Eunique, Jalil und Roger Rekless in Songs verarbeitet, die sie in einem Livestream-Event am 25. Mai ab 20 Uhr darbieten. Alles Gold und Sony Music Entertainment mit Unterstützung von YouTube Music bereiten dabei "die Fläche für den Austausch und das Cultural Event".

Im Livestream-Event "Lass mich atmen" bringen die Deutschrapper:innen Songs mit eindringlichen Messages zu Gehör und tauschen sich zudem in zwei Talkrunden über Themen aus, "die sie bewegen, und über die gesprochen werden muss".

Der Journalist Malcolm Ohanwe redet mit Eunique, Jalil und Roger Rekless sowie mit Poetin und Comedienne Yasmin Poesy, Sängerin und Rapperin Preach und Stand-Up-Comedian und Influencer Uncle D über die Geschichte schwarzer Menschen in der deutschen Musiklandschaft, über fehlenden Respekt für migrantische Musik, über die Exotisierung schwarzer Frauen im Rap, über Afrotrap und afrikanische Identitäten in Deutschland sowie über weitere Themen. Im Rahmen dieses Livestreams werden Missstände in Deutschland, speziell in der Musikbranche angesprochen - aber es werde auch gemeinsam hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt, wie Sony Music ankündigt.

Die US-amerikanische Grammy-Gewinnerin H.E.R. unterstützt "Lass mich atmen" und bedankt sich wie folgt: "Jalil und Eunique seien gegrüßt, dass sie die Bewegung rund um die Welt verbreiten. Wir haben alle viel Leid beobachtet und viele Dinge, die Menschen, die aussehen wie ich, nicht passieren sollten. Ich bin so dankbar, dass sich die Bewegung in Deutschland fortsetzt. Ganz vielen Dank für Eure Musik, Eure Beteiligung, und dass Ihr den Stimmlosen eine Stimme gebt. Lasst uns weitermachen."

Roger Rekless sagt: "Mein Prozess, eine schwarze Identität zu finden, die nicht mehr nur aus Versatzstücken besteht, ist immer noch nicht beendet, aber ist endlich auf dem Level angekommen, wo ich 'black and beautiful' nicht nur sage, sondern auch fühle. Ich bin der Kongolese, der ich bin. Ich bin der Bayer, der ich bin. Ich bin der Rekless, der ich bin. Ich bin Mayonga. I am black and beautiful and so are my sisters and my brothers."

Malcolm Ohanwe merkt an: "Ich bin stolz auf unsere reiche schwarze deutsche Musik-Kultur. Ich freue mich über die weitere exzellente Musik, die folgen wird, und dass irgendwann alle Menschen gleichberechtigt Zugang zu allen Bühnen haben, basierend auf Talent und nicht deiner kulturellen Herkunft oder deinem Aussehen."

Und Yasmin Poesy erklärt: "Es ist absolut wichtig, die BLM-Bewegung zu unterstützen und mit voranzutreiben, erst recht, wenn man selber nicht schwarz ist. Rassismus ist nicht das Problem von schwarzen Menschen, es ist das Problem aller anderen Gruppierungen/Ethnien und, allen voran, das Problem vieler weißer Menschen. Verantwortung übernehmen und gemeinsam dagegen ankämpfen ist jetzt das einzig Richtige. Die Zukunft sieht gut aus."

Der Livestream "Lass mich atmen" ist am 25. Mai um 20 Uhr auf dem "Alles Gold"-YouTube-Kanal unter https://youtu.be/PKXE3jcQdVQ aufrufbar.

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