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Charts KW 21: 187 Strassenbande und Shirin David on top

Die 187 Strassenbande erklimmt mit ihrem "Sampler 5" den Chartsgipfel der Top 100 Longplay. Ihr Mitglied LX nahm dafür den Nummer 1 Award in Empfang. Die weiteren Podiumsplätze sichern sich Udo Lindenberg und The Black Keys. Bei den Singles stürmt Shirin David mit "Ich darf das" an die Spitze und ist nun laut GfK Entertainment die erste deutsche Solo-Rapperin mit drei Nummer-eins-Hits.

21.05.2021 16:20 • von Frank Medwedeff
Nahm stellvertretend für die ganze 187 Strassenbande den Nummer 1 Award entgegen: LX (Bild: 187 Strassenbande)

Die 187 Strassenbande erklimmt mit ihrem "Sampler 5" den Chartsgipfel der Top 100 Longplay. Ihr Mitglied LX nahm dafür bereits den Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts in Empfang. Das Hamburger HipHop-Kollektiv, bei dem zudem Bonez MC, Gzuz, Maxwell und Sa4 mitmischen, wiederholt damit seinen Triumph aus dem Jahr 2017 mit dem "Sampler 4".

Udo Lindenberg entert die deutsche Longplayhitliste mit "Udopium - Das Beste", dem neuen Sampler zu seinem 75. Geburtstag, den er am 17. Mai beging, auf Rang zwei. "Delta Kream" von The Black Keys ist frisch dabei auf Platz drei. Das ist die höchste Notierung für das aus Sänger und Gitarrist Dan Auerbach und Schlagzeuger Patrick Carney bestehende US-Duo in Deutschland bis dato.

Von Rang zwei auf vier runter geht es für "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Volume 8". Wincent Weiss, der Longplay-Chartschampion der vergangenen Woche, findet sich mit "Vielleicht irgendwann" an fünfter Stelle wieder.

PTK rappt sich mit "Kreuzberg & Gomorrha" von null auf sechs und schiebt die Broilers und deren "Puro Amor" um eine Position zurück auf die Sieben. "Modfather" Paul Weller landet mit "Fat Pop (Volume 1)" als Neuzugang auf Rang acht, unmittelbar vor US-Rocker Myles Kennedy und dessen Werk "The Ides Of March". Die Top 10 schließt die Nummer acht von voriger Woche ab, "Ciao!" von Giovanni Zarrella.

Als Wiedereinsteiger gelangt der Albumklassiker "Déjà Vu" von Crosby, Stills, Nash & Young auf Platz zwölf. Als Neuzugänge in die Top 20 bringen es noch "Die große Jubiläumsedition" von Hein Simons (Platz 14), Caliban mit "Zeitgeister" (15), J. Coles "The Off-Season" (16) und "Labyrinth" von der Schweizer Sängerin und aktuellen "Sing meinen Song"-Protagonistin Stefanie Heinzmann (19).

Und im oberen Viertel debütieren immerhin "Daddy's Home" von Kritikerliebling St. Vincent (21) sowie auf Rang 24 "Blackest Blue" von Morcheeba.

Universal Music führt mit 48,2 Prozent Marktanteil die Distributorenrangliste der Woche zu den Longplaycharts an vor Warner Music (35,5 Prozent), Sony Music (7,7 Prozent) sowie Believe/GoodToGo und Tonpool mit jeweils gut 2,6 Prozent.

"Ich darf das" heißt der neue Hit von Shirin David, mit dem sie direkt auf die Pole Position der Top 100 Singles sprintet. Die gebürtige Hamburgerin ist damit, wie GfK Entertainment bestätigt, "die erste deutsche Solo-Rapperin mit drei Nummer eins-Hits" - nachdem sie 2019 mit "Gib ihm" und 2020 mit "90-60-111" der Konkurrenz das Nachsehen gab. "Ich darf das" ist darüber hinaus "der erfolgreichste Female Solo Rap Song des Jahrtausends" in der Startwoche, wie die Chartsermittler aus Baden-Baden anfügen. Außerdem war Shirin Davids Debütalbum "Supersize" 2019 Spitzenreiter in den deutschen Longplaycharts.

David verdrängt bei den Singles die Nummer eins der Vorwoche, den auf dem erwähnten Albumspitzenreiter der 187 Strassenbande enthaltenen Track "Extasy" von Bonez MC im Duett mit Gastrapper Frauenarzt, auf Position zwei. Somit geht auch Nathan Evans mit seinem "Wellerman" um eine Rangstufe abwärts auf die Drei.

Die Ärzte landen mit "Ich, am Strand" den zweithöchsten Neueinstieg auf Rang vier - und laut GfK-Statistik schon den 14. Top-10-Song ihrer Karriere. Neu gelistet auf fünf ist ein weiteres Stück aus dem "Sampler 5" der 187 Strassenbande: "Alles nach Plan" mit Maxwell, Gzuz und Bonez MC an den Mikrofonen.

Kontra K verpasst mit dem Einzug auf Rang elf um Haaresbreite die Top 10; sein neuer Track heißt passenderweise "Wenn das Schicksal trifft".

Universal Music hat auch im Singles-Segment mittels eines Wochenanteils von 50,7 Prozent klar das Sagen in der Vertriebsrangliste. Sony Music liegt hier auf Platz zwei (22,6 Prozent) vor Warner Music (19,2 Prozent). Die Top Five vervollständigen Believe/GoodToGo (5,8 Prozent) und Kontor/Edel (1,1 Prozent).

In den Top 30 Compilations dominieren wie in der Vorwoche die "Bravo Hits 113". "Dream Dance - Best Of 25 Years" hält Position zwei, und von acht auf drei rauf geht es für die Kopplung zum "Eurovision Song Contest - Rotterdam 2021".

Höchster Neuzugang ist hier an 13. Stelle "Impulse Records: Music, Message And The Moment", eine von der Deutschen Grammophon veröffentlichte Zusammenstellung zum 60-jährigen Bestehen des legendären Jazz-Labels.

Universal Music beherrscht die Vertriebswertung zu den Compilations anhand von 69,6 Prozent Marktanteil nach Belieben. Einen zweistelligen Prozentwert vor dem Komma erreicht ansonsten nur Sony Music (19,5 Prozent). Warner Music reichen 4,9 Prozent knapp für Rang drei vor Kontor/Edel (4,4 Prozent).

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