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Universal Music und Triller einigen sich im Lizenzstreit

Dass der freie Markt durchaus in der Lage ist, Lizenzfragen zwischen Rechteinhabern und Plattformbetreibern zu lösen, zeigen aktuell die Universal Music Group und die Triller-Betreiber: Nachdem es im Frühjahr zum Streit zwischen dem Musikmajor und der Social-Media- und Videoplattform kam, gaben bei de Seiten nun bekannt, einen Lizenzdeal geschlossen zu haben.

21.05.2021 10:54 • von
Millions Of Songs At Your Fingertips: Musik spielt im Triller-Kosmos auch weiterhin eine bedeutende Rolle (Bild: go.triller.co, Screenshot)

Dass der freie Markt durchaus in der Lage ist, Lizenzfragen zwischen Rechteinhabern und Plattformbetreibern zu lösen, zeigen aktuell die Universal Music Group und die Triller-Betreiber: Nachdem es im Frühjahr zum Streit zwischen dem Musikmajor und der Social-Media- und Videoplattform kam, gaben bei de Seiten nun bekannt, einen Lizenzvertrag geschlossen zu haben. Der international gültige Deal deckt die bei Universal Music liegenden Master- und Verlagsrechte ab.

Noch im Februar hatte Universal Music im Lizenzstreit mit den Triller-Betreibern angekündigt, seine Inhalte mit sofortiger Wirkung von Triller zurückzuziehen, "Wir arbeiten nicht mit Plattformen, die Künstler nicht wertschätzen", hieß es damals. Triller habe Zahlungen zurückgehalten und weigere sich, für die künftige Nutzung von Musik Lizenzen auszuhandeln. Das hat sich nun ganz offenbar geändert, vielleicht auch im Zuge eines Wechsels an der Triller-Spitze, wo Mitte April mit Mahi de Silva der Mitbegründer von Amplify.ai kurz nach der Übernahme seiner Firma durch die Triller-Macher das Ruder als CEO übernahm. Mike Lu, der zuvor die Geschicke von Triller lenkte, stieg dabei im Konzern zum President von TrillerNet auf.

Bei Triller gibt man sich selbstbewusst: "Triller hat sich zu einer der bedeutendsten Plattformen für Musik entwickelt", postuliert Triller-Chairman Bobby Sarnevesht. der erneuerte Vertrag mit Universal Music stelle nun sicher, dass Künstler und Autoren aus dem Hause der Universal Music Group vollständigen Zugriff auf das weltweite Triller-Ecosystem hätten. Jonathan Dworkin, Executive Vice President, Digital Business Development & Strategy bei Universal Music, verweist derweil auf die Bedeutung von Verträgen für die faire Vergütung von Kreativen, vor allem angesichts der enormen Bedeutung von Musik für die Triller-Plattform: "Mit dieser Vereinbarung erweitert Universal Music das Universum lizenzierter Social-Media-Plattformen, die es Fans ermöglichen, legitime Inhalte zu erstellen und zu teilen, und damit zugleich eine wichtige neue Einnahmequelle für unsere Künstler darstellen."

Triller zählt nach eigenen Angaben inzwischen 300 Millionen Downloads seiner App.

Text: Knut Schlinger