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Jan Delay: King in seinem Ding

Sieben Jahre nach seinem letzten Nummer-eins-Album "Hammer & Michel" legt Jan Delay mit "Earth, Wind & Feiern" (Vertigo Berlin/Universal Music) sein fünftes Solowerk vor. Und auch diesmal gelingt es dem Musiker wieder, sich als universeller Entertainer zu positionieren, der Stilgrenzen einmal mehr souverän ignoriert.

21.05.2021 10:28 • von Norbert Schiegl
Jan Delay präsentiert sich auf seinem fünften Soloalbum, "Earth, Wind & Feiern", gewohnt vielseitig. (Bild: Universal Music)

Sieben Jahre nach seinem letzten Nummer-eins-Album "Hammer & Michel" legt Jan Delay mit "Earth, Wind & Feiern" (Vertigo Berlin/Universal Music) sein fünftes Solowerk vor. Und auch diesmal gelingt es dem Musiker wieder, sich als universeller Entertainer zu positionieren, der Stilgrenzen einmal mehr souverän ignoriert.

Bereits die erste Single, "Intro", die auch das Album eröffnet, gab im Januar mit Zeilen wie "Ja, es sind finstere Zeiten, aber das muss gar nicht sein / Lass uns die Wolken vertreiben, ich hab' Sonne dabei" die inhaltliche Linie vor. Und ähnlich positiv ist auch die Stimmung der elf weiteren Songs. Jan Delay bedient sich auf "Earth, Wind & Feiern" einmal mehr nach Lust und Laune in der Popgeschichte und landet doch immer wieder genau auf dem Punkt, egal ob jetzt bei dem mit einer lässigen Funk-Gitarre angetriebenen Titel "Spass", bei dem auch Beginner-Kollege Denyo ein paar Zeilen beisteuern darf, oder der mit Unterstützung von Marteria eingespielten Nummer "Eule".

Der Sänger und Rapper verfährt auf "Earth, Wind & Feiern" nach der bewährten Maxime: Wenn Hass herrscht, helfen Liebe und positive Vibes ganz bestimmt weiter, und simple Wahrheiten können manchmal auch komplexe Sachverhalten erklären. Und so gibt es auf der Platte jede Menge entspannt groovende Stücke zu bewundern, angefangen beim Song "Kinginmeimding«", bei dem Summer Cem als Gast eine äußerst gute Figur macht, bis hin zum entspannten Midtempo-Track "Gestern". Jan Delay ist immer dann am besten, wenn er sich selbst nicht zu ernst nimmt, wie beim Titel "Nicht nach Hause", der das Album mit sanft schwingenden Reggae-Vibes beschließt, oder beim mit Ska-Sounds angereicherten Titel "Saxophone".