Livebiz

90 Prozent Umsatzrückgang bei CTS Eventim

Coronabedingt ging der Konzernumsatz von CTS Eventim im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 89,4 Prozent von 184,6 auf 19,6 Millionen Euro zurück. Das normalisierte EBITDA brach von 13,5 Millionen auf minus 19,6 Millionen Euro ein.

20.05.2021 10:54 • von Dietmar Schwenger
Optimistisch für das verbleibende Jahr: Klaus-Peter Schulenberg, CEO CTS Eventim (Bild: CTS Eventim)

Coronabedingt ging der Konzernumsatz von CTS Eventim im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 89,4 Prozent von 184,6 Millionen auf 19,6 Millionen Euro zurück. Die normalisierten Gewinne vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) brachen von 13,5 Millionen auf minus 19,6 Millionen Euro ein.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2020, als Konzerte noch erlaubt waren, verringerte sich der Umsatz im Segment Ticketing in den ersten drei Monaten 2021 um 83 Prozent von 79 Millionen auf 13,5 Millionen Euro. Das normalisierte EBITDA in dem Segment sank von 16,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr minus 13,4 Millionen Euro. Im Bereich Live Entertainment verringerte sich der Umsatz im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 93,7 Prozent auf 6,8 Millionen Euro (Vorjahr: 108,6 Millionen Euro). Das normalisierte EBITDA lag hier nach minus 3,3 Millionen im ersten Quartal 2020 bei minus 6,2 Millionen Euro.

Dennoch ist man bei CTS Eventim optimistisch, was die Zukunft angeht, vor allem wegen "des anziehenden Impftempos.und immer weitreichenderer Öffnungen weltweit". Deswegen bekräftigt das Unterehmen die Hoffnung auf einen Neustart der Live-Kultur noch in diesem Jahr.

"Schon jetzt erleben wir eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Veranstaltungen. Die Sehnsucht der Menschen nach dem gemeinsamen Erleben von Kultur schlägt sich unmittelbar in Ticketverkäufen nieder", sagt Klaus-Peter Schulenberg, CEO CTS Eventim. Er verweist auf das 2020 eingetütete Joint Venture mit dem US-Veranstalter Michael Cohl. Für die von ihm veranstaltete Nordamerika-Genesis-Tour, die am 15. November 2021 in Chicago startet, wurden laut Eventim-Angaben bereits mehr als 300.000 Eintrittskarten verkauft.

Auch in Deutschland zögen die Verkäufe wieder an, sowohl für mittelgroße Events, wie auch für Top-Künstler, weiß der Konzern zu berichten. "Landauf, landab sind die Weichen für eine schrittweise Öffnung von Gastronomie, Tourismus und auch des Kulturbetriebs gestellt. All das vermittelt Hoffnung, dass ein Ende der Zeit ohne Live-Kultur, Theater und Konzerte näher rückt", so Schulenberg weiter.

Eine von CTS Eventim durchgeführte Erhebung ergab, dass über 60 Prozent der Befragten sofort ein Live-Event besuchen würden, sobald es die Behörden zulassen. "Nach wie vor stehen striktes Kostenmanagement und Effizienz für uns im Fokus", betont Schulenberg. Die auch nach über einem Jahr Belastungen durch die Pandemie "weiterhin sehr solide Finanzbasis" drücke sich durch liquide Mittel in Höhe von 666,8 Millionen Euro zum Ende des ersten Quartals 2021 aus.

___MusikWoche im Abo lesen? Bitte hier entlang.