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musequality stellt Aktivitäten ein

Die Pandemie hat dazu geführt, dass musequality nicht fortgesetzt wird. Die Initiative zur Förderung weiblicher Talente wurde Anfang 2020 von einem Netzwerk der Musikindustrie gegründet.

18.05.2021 12:34 • von Dietmar Schwenger
Bei der Gründung Anfang 2020 (von links): Annika Ahrens, Louise Lässig, Julia Gudzent, Feline Moje, Kiki Ganzemüller, Nelya Ahmia, Kaddie Rothe und Bastian Christ (Bild: Junala)

Die Pandemie hat dazu geführt, dass musequality nicht fortgesetzt wird. Die Initiative zur Förderung weiblicher Talente wurde Anfang 2020 von einem Netzwerk der Musikindustrie gegründet. "Das vergangene Jahr hat eine tiefe Zäsur in unser aller bisheriges Leben gesetzt, die gesamte Musik- und Livebranche bildet hierbei natürlich keine Ausnahme. Auch uns hat Covid19 leider einen Strich durch das gesamte und geplante Konzept von musequality gemacht", heißt es aus Berlin.

Momentan sei nicht absehbar, ab wann Liveveranstaltungen in bekanntem Maße und Umfang wieder stattfinden können, an die jedoch das ursprüngliche Förderkonzept musequalitys "untrennbar gekoppelt" sei. Beim Reeperbahn Festival 2020 hatte die Initiative zwar ein alternatives Konzept mit Vorträgen umgesetzt und überlegt, wie dieses sinnvoll weiterzuführen wäre, "jedoch kann diese Onlineversion nur theoretischen Support bieten und nicht praktisch und live auf die Förderung einzelner Künstler:innen einwirken, was unser ursprüngliches und erklärtes Ziel war."

Nach langem Abwägen und eingehenden Überlegungen sei man daher zu dem "schweren Entschluss" gekommen, dass man in dieser Zeit ein Projekt "mit solch großer Verantwortung", wie es musequality sei, nicht ohne eine konkrete Perspektive fortführen könne und musequality deswegen beende.

"Um unser Vorhaben dennoch auf eine Art weiterzuführen, arbeiten wir momentan intern in unseren jeweiligen Unternehmen an der konkreten Förderung von Frauen und möchten abschließend auf unsere Freund:innen von faemm verweisen, die sehr tolle und wichtige Arbeit für mehr Gleichberechtigung in der Musikbranche leisten", teilt die von Unternehmen wie Melt! Booking, Irrsinn Management, Landstreicher Booking, C/O Magick und goalgirls ins Leben gerufene Initiative abschließend mit.

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