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Virtuelles Reeperbahn Festival Nashville kam gut an

Gemeinsam mit der Music Business Association (Music Biz) vernetzte das Reeperbahn Festival im Rahmen seiner jüngsten International-Edition vom 10. bis 12. Mai 40 "Musikwirtschaftende" aus zehn europäischen Ländern mit der "Music City" Nashville.

18.05.2021 09:37 • von Frank Medwedeff
Ermöglichte auch als Online-Event intensive transatlantische Kontaktpflege: die Nashville-Edition des Reeperbahn Festivals (Bild: Robin Schmiedebach Photography)

Gemeinsam mit der Music Business Association (Music Biz) vernetzte das Reeperbahn Festival im Rahmen seiner jüngsten International-Edition vom 10. bis 12. Mai 2021 insgesamt 40 "Musikwirtschaftende" aus zehn europäischen Ländern mit der "Music City" Nashville.

Im Verbund mit der Music Business Association (Music Biz) und unterstützt vom Auswärtigen Amt offerierte das Team vom Reeperbahn Festival auf der virtuellen Konferenz nach eigenen Angaben "wertvolle Kontakte und spannende Einblicke in das Herz der US-amerikanischen Musik- und Kreativindustrie". Der Fokus der Veranstaltung lag auf dem Bereich Music Publishing und der Musikmetropole Nashville allgemein. Das Event wurde pandemiebedingt vorrangig "diglit/hybrid" auf der digitalen Reeperbahn-Festival-Conference-Plattform präsentiert.

Am ersten Veranstaltungstag bot Merlin-CEO Jeremy Sirota den Delegierten in seiner Keynote einen Überblick über die globale Situation der Independent-Musikunternehmen und deren zukünftige Relevanz. Vertieft wurde das Thema in den darauf folgenden Focus Sessions unter anderem mit mit den Panels "How The Mechanical Licensing Collective (MLC) Works On a Global Scale" und "Digital Marketing Around The World: Shared Tactics From All Over".

Am zweiten Tag folgten dann digitale Company Visits, bei denen Entscheidungsträger*innen der US-amerikanischen Unternehmen Songfluencer, The Mechanical Licensing Collective (MLC) und Big Machine Label Group ihre digitalen Pforten für die europäische Delegation öffneten und "wertvolle und exklusive Einblicke in die Arbeit der global agierenden Unternehmen aus Nashville gaben".

Der letzte Tag der Veranstaltung stand dann ganz im Zeichen des Matchmakings. In enger Zusammenarbeit mit Music Biz hatte das Reeperbahn-Festival-International-Team einen One-On-One-Meeting-Zeitplan zwischen US-amerikanischen Musikwirtschaftenden und jedem Mitglied der europäischen Delegation kuratiert und individuell auf die Ziele und Interessen der jeweiligen Delegates abgestimmt. Bei den zehnminütigen digitalen Treffen erhielten alle Teilnehmer*innen die Möglichkeit, direkten Kontakt zu potenziellen Geschäftspartner*innen aus den USA aufzunehmen.

Als Abrundung des Programms diente ein "Singer-Songwriter Camp For Female And Underrepresented Genders", das Budde Music Publishing organisierte.

Alexander Schulz, Geschäftsführer des Reeperbahn Festivals, bilanziert: "Den internationalen Kulturaustausch zu fördern und insbesondere kleinen und mittelständischen Akteuren der Musikwirtschaft den Zugang zu neuen und relevanten Kulturmärkten zu ermöglichen - dieses Ziel verfolgen wir seit 2016 mit unserem Spin-off Reeperbahn Festival als zentrale europäische Musikplattform. Die begeisterten Reaktionen vieler Teilnehmer*innen der Edition Nashville zeigen uns einmal mehr, wie wichtig das von uns entwickelte und vom Auswärtigen Amt unterstützte Format Reeperbahn Festival International insbesondere in diesen Zeiten geworden ist. Auf diese Weise bieten wir den Delegierten ein pandemiegerechtes organisatorisches und kommunikatives Dach sowie den Zugang zu relevanten Playern unseres internationalen Netzwerks, was die Delegierten auf eigene Faust oft nur schwer erreichen würden. Im Namen meines gesamten Teams möchte ich mich ganz herzlich bei den Kolleg*innen der Music Biz für die tolle Zusammenarbeit bedanken."

Portia Sabin, Präsdientin der Music Business Association (Music Biz), zieht folgendes Fazit: "Music Biz ist stolz darauf, globale Entscheidungsträger zusammenzubringen, um so erfolgsversprechende Verbindungen innerhalb unserer Branche zu ermöglichen. Wir sind unseren Partnern vom Reeperbahn Festival International dankbar, dass sie diese Kooperation mit uns fortsetzen, während sie weltweit expandieren. Leider konnten wir uns bei unseren letzten beiden Music-Biz-Konferenzen nicht physisch treffen. Die von Reeperbahn Festival International organisierte Veranstaltung hat jetzt eine virtuelle Brücke von Nashville zum Rest der Welt geschlagen, die es unseren Mitgliedern ermöglicht hat, sich auf eine Art und Weise zu vernetzen, wie sie es noch nie zuvor getan haben. Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Veranstaltung - und zwar persönlich auf der Music Biz im Mai 2022 in Nashville."

Auch diverse Teilnehmer*innen steuerten positive Resümees bei. So erklärte Amelia McCloskey, Gründerin und CEO von AM Licensing (Großbritannien): "Es war mir eine Ehre, das zweite Jahr in Folge am Reeperbahn Festival Nashville teilnehmen zu dürfen. Die Panels waren sehr informativ, und das Team vom Reeperbahn Festival International hat die Konferenz sehr professionell präsentiert, weshalb es immer zu meinen Favoriten gehört, dabei zu sein! Ich freue mich darauf, neue Partnerschaften mit Musikunternehmen aus Nashville aufzubauen."

Künstlermanagerin Sara Beretta von Metatron aus Italien äußerte sich wie folgt: "Die Teilnahme an der digitalen Version des Reeperbahn Festivals Nashville war eine tolle Gelegenheit, in eine der berühmtesten Musikstädte der Welt einzutauchen und einen detaillierten Einblick in die geschäftliche Seite zu erhalten. Obwohl die Veranstaltung zu 100 Prozent online stattfand, waren ihre Struktur und die Plattform, auf der sie übertragen wurde, benutzerfreundlich; und es war ganz einfach, mit den anderen Delegationsmitgliedern zu interagieren sowie den Referent*innen in Echtzeit Fragen zu stellen. Einer meiner persönlichen Höhepunkte waren die digitalen Firmenbesuche, es war gut, Bilder und Videos von den tatsächlichen Büros und Vierteln zu sehen, in denen sie sich befinden. Das hilft, die Atmosphäre der Stadt zu verstehen. Es war auch gut, ein wenig mit anderen europäischen Delegierten über Spatial Chat zu plaudern - eine sehr beeindruckende Software/App. Insgesamt muss ich sagen, dass ich, obwohl ich nur virtuell verbunden war, mehr als beeindruckt war von der Arbeit des Reeperbahn-Festival International-Teams, das dieses Event so 'real' wie möglich gestaltet hat! Ich werde mich definitiv auf weitere Gelegenheiten wie diese in der Zukunft freuen."

Und die Britin Nina Condron, Director Horus Music Limited & My Client Zone, merkte an: "In diesem Jahr starten wir Horus Music Publishing, deshalb habe ich das Reeperbahn Festival Nashville besucht, um mehr über die Verlagsbranche in den USA zu erfahren. Ich habe bereits an einigen Konferenzen des Reeperbahn Festivals teilgenommen und durch Dinge wie die One-on-One-Matchmaking-Sessions immer einige großartige Verbindungen geknüpft, die unser Geschäft vorangebracht haben. Auf den Veranstaltungen haben wir neue Kund*innen für Label-Services gewonnen und uns mit aktuellen DSP-Partner*innen und Label-Kund*innen getroffen. Die Qualität der Matchmaking-Sitzungen, der Redner*innen und der europäischen Delegates ist immer auf höchstem Niveau, und ich kann es nur empfehlen."