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Parookaville pausiert auch 2021

Parookaville, laut den Veranstaltern Deutschlands größtes Elektronik-Musikfestival, muss aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Sommer ausfallen. Die sechste Ausgabe soll nun vom 22. bis 24. Juli 2022 steigen.

12.05.2021 11:11 • von Frank Medwedeff
Soll 2022 Realität werden: Parookaville mit großer Besucherschar und Feuerwerk (Bild: Saskia Gaulke)

Das Großfestival Parookaville in Weeze am Niederrhein muss aufgrund der Corona-Pandemie nach 2020 auch für diesen Sommer abgesagt werden, wie die veranstaltende Parookaville GmbH um die Geschäftsführer Bernd Dicks, Norbert Bergers und Georg van Wickeren bestätigt.

Bis zuletzt habe das Team alle Optionen einschließlich einer Verlegung von "Deutschlands größtem Electronic Music Festival" in den Spätsommer "intensiv geprüft", doch nun stehe fest, dass die Festival-Stadttore von Parookaville 2021 erneut geschlossen bleiben. Die andauernde Corona-Pandemie mache es unmöglich, das Festival mit erwarteten 210.000 Besucher*innen an drei Tagen sicher durchzuführen. Der neue Termin für die sechste Edition ist der 22. bis 24. Juli 2022.

Alle Ticketkäufer*innen sollen wie bereits im vergangenen Jahr "unkompliziert" die Möglichkeit bekommen, zwischen Umbuchung ohne Preiserhöhung auf das nächste Jahr und Ticketrückgabe zu wählen. 2020 hatten laut dem Parookaville-Team rund 70 Prozent der Parookaville-Karteninhaber*innen ihre Tickets umschreiben lassen.

Trotz aller Bemühungen des Festival-Teams in den vergangenen Monaten sei die Entwicklung der Corona-Pandemie weiterhin zu ungewiss, um die Planungen fortsetzen zu können. Eine Anpassung des Konzepts oder der Besucherzahl von zuletzt 70.000 Personen pro Tag, um den Genehmigungsprozess zu erleichtern, hatten die Veranstalter bereits im Vorfeld ausgeschlossen.

"Parookaville, wie unsere Bürgerinnen und Bürger es lieben, ist ein langes Wochenende voller Unbeschwertheit, Freundschaften und wilder Party. Doch so sehr wir uns das alle wünschen, ist es in diesem Jahr leider einfach noch nicht wieder möglich. Im sechsten Jahr seit unserer Gründung schon zum zweiten Mal absagen zu müssen, ist natürlich hart. Aber die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten geht vor", erläutert Bernd Dicks, Co-Geschäftsführer der Parookaville GmbH.

"Wir haben über Monate intensiv an Umsetzungskonzepten gearbeitet und sind der Initiative Musik, die diesen Prozess mit Bundesmitteln finanziell unterstützt hat, für die Begleitung dankbar. Das wirtschaftliche Risiko einer kurzfristigen Absage ist damit allerdings nicht abgesichert und schlicht zu groß, sodass wir nun, wie viele andere Veranstalter auch schon, handeln müssen", ergänzt Dicks.

30 festangestellte Mitarbeiter*innen im Headquarter in Weeze planen normalerweise das gesamte Jahr an der Festivalstadt auf dem Gelände des Airports Weeze. Sie buchen rund 300 DJs pro Festivalausgabe, entwickeln Pläne und Konzepte und vergeben nach Veranstalterangaben "Aufträge in Millionenhöhe", und dabei "häufig an regionale Unternehmen".

"Parookaville ist ein großer Wirtschaftsfaktor für den Niederrhein geworden, daher schmerzt die Absage nicht nur emotional, sondern betrifft auch viele unserer Partner, die an der millionenschweren Produktion beteiligt sind", betont Bernd Dicks. "Wir blicken nun zuversichtlich auf 2022 und hoffen darauf, dass uns wieder so viele unserer großartigen Fans supporten und ihre Tickets behalten."

Die Ticketumbuchung erfolgt erneut online, was 2020 bereits "reibungslos" funktioniert habe. Der Prozess starte voraussichtlich Mitte Juni.