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Charts KW 19: Ufo361 landet auf dem Longplay-Gipfel

Ufo361 macht mit "Stay High" das Rennen in den Top 100 Longplay vor Danger Dan und Cro. Der Berliner Rapper kann sich damit schon über sein fünftes Nummer-eins-Album freuen. Bei den Singles holt Nathan Evans die Tabellenführung zurück: Sein "Wellerman" weist nun eine Gesamtverweildauer von zehn Wochen auf der Pole Position auf.

07.05.2021 16:16 • von Frank Medwedeff
Toppt die Longplay-Charts: Ufo361 mit "Stay High" (Bild: Groove Attack)

Der Berliner Rapper Ufo361 vollführt mit "Stay High" die Direktlandung auf dem Gipfel der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts. Für ihn ist das hier bereits der fünfte Spitzenreiter nach "808" (2018), "Wave" (2019) und den beiden Triumphen von 2020 mit "Rich Rich" und "Nur für Dich".

Danger Dan, auch als Mitglied der Antilopen Gang bekannt, hat mit "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" ein hochgelobtes Album aufgenommen, auf dem er indes keinen HipHop, sondern Klavierballaden in Singer/Songwriter-Manier präsentiert. Damit entert der gebürtige Aachener die deutsche Longplayhitliste auf Rang zwei und holt damit seinen ersten Podestplatz als Solokünstler.

Cro kommt nach der ersten Verkaufswoche seines neuen Werks "Trip" auf Rang drei ins Ziel. Die Dropkick Murphys rocken sich mit "Turn Up That Dial", von null auf vier. An fünfter Stelle debütiert "Das Beste" vom niederländischen Schlagersänger und ehemaligen Fußballprofi Henk van Daam.

Und auch die übrigen Top-10-Plätze nehmen ausnahmslos Neueinsteiger ein. So kommt das Schweizer Elektropopduo Yello mit seinem Karrierekompendium "40 Years" an sechster Stelle an. Haftbefehl folgt mit "Das schwarze Album" auf der Sieben. Die französische Metalband Gojiro platziert ihr Album "Fortitude" aus dem Stand auf Position acht. "Live At Knebworth 1990", ein Konzertmitschnitt von Pink Floyd, taucht auf Rang neun auf; und die ersten Zehn komplettiert "TagMond" vom Karlsruher Rapper Haze.

Die Broilers finden sich mit "Puro Amor", der Nummer eins von vergangener Woche, auf Listenplatz elf wieder. Neuzugänge in den Top 20 sind dann Mick Fleetwood & Friends mit "Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac" auf Rang zwölf, Mine mit "Hinüber" (13), Rapper Jamule und "Sold" (16), Mike Leon Grosch mit "Wenn wir uns wiedersehen" (18), die norwegische Sängerin girl in red und ihr Longplaydebüt "If I Could Make It Go Quiet" (19) sowie Royal Blood mit "Typhoons" (20).

Und immerhin ad hoc die Top 30 erreichen der unvergessene, 2011 verstorbene Stargitarrist Gary Moore mit "How Blue Can You Get", einer Sammlung bislang unveröffentlichter Aufnahmen (Rang 22), Birdys "Young Heart" (23), Ja, Panik mit "Die Gruppe" (25), Klee und "Trotzalledem" (26), Marianne Faithfull und Warren Ellis mit "She Walks In Beauty" (28) sowie LaBrassBanda und deren Veröffentlichung "Yoga Sympony No. 1" (30).

32,8 Prozent Marktanteil bringen Warner Music auf Platz eins der Wochenrangliste der Vertriebsfirmen zu den Longplaycharts, bedrängt von Universal Music (30,8 Prozent). Starke 21,8 Prozent hieven den Indieverbund Believe/GoodToGo auf Rang drei. Sony Music (8,7 Prozent) muss mit Position vier vorliebnehmen, und 375 Media rangiert auf Platz fünf (1,9 Prozent).

In den Top 100 Singles holt sich Nathan Evans mit "Wellerman" nach Rang zwei in der Vorwoche das Zepter zurück. Die schmissige Shanty-Nummer hat nunmehr insgesamt zehn Wochen auf Platz eins zu Buche stehen. 2020 hatten die beiden erfolgreichsten Hits des Jahres in Deutschland - "Blinding Lights" von The Weeknd und "Dance Monkey" von Tones And I - jeweils ebenfalls zehn Wochen auf der Pole Position verbracht, worauf die Chartsermittler von GfK Entertainment verweisen.

Cro & Capital Bra müssen sich als höchste Neueinsteiger der Woche somit mit Rang zwei für ihre Kollaboration "Blessed" zufrieden geben. Jamule behauptet derweil Podestrang drei mit "Liege wieder wach".

An diesem Charts-Freitag meldet GfK Entertainment zudem die Verbesserung des Hits "Friday" von Riton & Nightcrawlers feat. Mufasa & Hypeman vom siebten auf den vierten Platz. Lil Nas X nimmt deshalb eine Rangstufe nach unten auf die Fünf mit "Montero (Call Me By Your Name)".

Longplaychampion Ufo361 ist hier immerhin zweithöchster Neueinsteiger der Woche: Sein Track "Pinky Ring" greift auf Rang 14 ins Geschehen ein, und damit noch vor Billie Eilish und ihrer neuen Nummer "Your Power" (17).

Universal Music dominiert bei den Singles die Distributorenrangliste per Wochenanteil von 44,7 Prozent. Sony Music kommt auf 25,9 Prozent und damit Platz zwei, gefolgt von Warner Music (18,4 Prozent), Believe/GoodToGo (8,7 Prozent) sowie Kontor/Edel (1,9 Prozent).

"Dream Dance - Best Of 25 Years" ist in der dritten Woche am Stück der Primus der Top 30 Compilations. Die "Bravo Hits 112" verbessern sich aktuell wieder von vier auf zwei, und auch "The Dome Vol. 97" rückt um zwei Positionen rauf auf die Drei.

Den einzigen Neueinstieg der Woche schafft die Kopplung "100 Oldies, Vol.2 (The Sound Of My Life)", die GfK Entertainment auf Rang 27 führt.

Sony Music hat hier im Vertriebsranking mittels 52,8 Prozent klar das Sagen. Universal Music (31,3 Prozent) steht an zweiter Stelle, und mit gebührendem Abstand erscheinen dann noch Warner Music (9,5 Prozent) sowie Kontor/Edel (4,2 Prozent) in der Wertung.