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Live Nation zeichnet fetten Silberstreif an den Horizont

Live Nation verbuchte im ersten Quartal im Zuge der Corona-Krise erneut prozentual zweistellige Umsatzeinbußen und dreistellige Millionenverluste. Doch CEO Michael Rapino freut sich angesichts internationaler Fortschritte beim Impfen bereits auf neue Konzerte und ein "Non-Stop-Jahr 2022".

07.05.2021 10:55 • von
Sieht Live Nation in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs: Michael Rapino (Bild: Live Nation)

Live Nation verbuchte im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres im Zuge der Corona-Krise erneut prozentual zweistellige Umsatzeinbußen und dreistellige Millionenverluste. Das zeigt die Bilanz, die der Livekonzern am 6. Mai 2021 vorlegte.

Demnach gingen die Einnahmen aus dem Konzertgeschäft, aus dem Ticketing und aus Sponsoring- und Werbeaktivitäten von Anfang Januar bis Ende März im Vorjahresvergleich konzernweit und währungsbereinigt um 79 Prozent auf 282 Millionen Dollar zurück. Zur Erinnerung: Im ersten Quartal 2019 hatte Live Nation noch weltweite Umsätze in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar verbucht.

Die COVID-19-Pandemie schlägt sich auch weiterhin massiv auf der Ertragsseite nieder: So musste Live Nation im ersten Quartal 2021 operative Verluste in Höhe von 298,6 Millionen Dollar hinnehmen, nach einem operativen Minus von 173 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Doch President & CEO Michael Rapino zeigt sich in seiner Botschaft an die Aktionäre des Konzertriesen zuversichtlich, was die weitere Entwicklung in diesem und im kommenden Jahr angeht: "Wie so viele von Ihnen freue ich mich bereits darauf, in den nächsten paar Monaten zu Konzerten zurückzukehren, und noch mehr gespannt bin ich auf das, was ich als ein Non-Stop-Jahr 2022 erwarte, das bis 2023 und darüber hinaus andauert."

Internationale Fortschritte beim Impfen - Rapino verweist unter anderem auf Erstimpfungen bei mehr als 40 Prozent der US-Bevölkerung und bei mehr als 50 Prozent der Briten - und erste Planungen für Öffnungsschritte bezeichnet der Live-Nation-CEO als ermutigend, "auch wenn Europa beim Impfen noch ein paar Monate hinterherhinkt".

Das mache sich auch schon bei einer "robusten" Nachfrage nach Konzert- und Festivaltickets bemerkbar, führt Rapino aus und berichtet von "schneller als je zuvor ausverkauften" Events, für die er als Beispiele die US-Festivals Bonnaroo, Electric Daisy und Rolling Loud nennt. "Auch in UK planen wir elf Festivals für diesen Sommer, darunter mit Reading, Leeds und Parklife unsere größten, wo die Tickets bereits vergriffen sind."

Die Pipeline an geplanten Großkonzerten für 2022 wachse im Vergleich zu 2019 prozentual zweistellig, gleiches gelte für in Aussicht stehende Sponsoringgelder: "Viele Künstler werden mehrjährige Tourneen in den USA, Europa und oft auch in Asien oder Lateinamerika haben, was für uns auf Jahre hinaus einen deutlichen Wachstumskurs bedeutet."

Text: Knut Schlinger