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Mighty Oaks: Im Frieden mit sich selbst

Nur ein gutes Jahr nach "All Things Go", ihrem letzten Longplayer, mit dem die Mighty Oaks auf Platz 29 der Offiziellen Deutschen Charts landeten, präsentiert das Trio mit "Mexico" (Howl Records/Sony Music) bereits ein neues Album.

07.05.2021 10:28 • von Norbert Schiegl
Nur ein Jahr nach ihrem letzten Album veröffentlichen die Mighty Oaks mit "Mexico" einen mehr als ebenbürtigen Nachfolger (Bild: Howl Records)

Nur ein gutes Jahr nach "All Things Go", ihrem letzten Longplayer, mit dem die Mighty Oaks auf Platz 29 der Offiziellen Deutschen Charts landeten, präsentiert das Trio mit "Mexico" bereits ein neues Album.

Im Februar und März 2020 war die Band noch unterwegs auf Tournee. "Corona war uns die ganze Zeit über auf den Fersen", erzählt Sänger und Songwriter Ian Hooper. "Wir kamen gerade aus Norwegen zurück und ein paar Tage später hieß es schon: Lockdown." Für den Musiker der perfekte Anlass, seinen lange gehegten Traum vom Kellerstuio endlich in die Tat umzusetzen. "Zum ersten Mal seit unserem ersten Album hatte ich die Ruhe und die Zeit, einfach nur einen Haufen Songs zu schreiben", erzählt Hooper. "Vielleicht klingt die neue Platte deswegen auch so viel mehr aus einem Guss als unsere letzten Alben."

Das Trio spielte "Mexico" mit seinem Produzenten Nikolai Potthoff und dem Schlagzeuger Jonah Förster in eben diesem Heimstudio ein, was durchaus ein kleines Abenteuer war. "Ich hatte es noch nie wirklich ausprobiert, wie würde zum Beispiel das Schlagzeug dort klingen? Aber es war wirklich das Beste war wir hätten tun können", fährt Ian Hooper fort. "Zuhause aufzunehmen hat uns zurückversetzt zu diesem Gefühl der Anfangstage der Band, als Claudio Donzelli und ich anfingen in seiner Wohnung Musik zu machen. Ich habe mich schon lange nicht mehr so im Frieden mit mir selbst als Musiker gefühlt. Zuhause aufzunehmen hat auch den Druck rausgenommen. Wir mussten kein großes Studio bezahlen, niemand hat irgendetwas von uns erwartet, wir hatten einfach Zeit für uns."

Und das hört man den zwölf Songs auch deutlich an. Ian Hooper, Claudio Donzelli und Craig Saunders harmonieren in Tracks wie "What You Fighting For","By Your Side" oder "Devil And The Deep Blue Sea" perfekt miteinander. Selten klang die Band intimer und persönlicher als auf "Mexico". "Die letzten Monate waren für niemanden leicht. Die Musik war für mich mein Outlet", sagt Hooper. Das Ergebnis spricht für sich selbst.