Unternehmen

Quartalsauswertung: Warner Music legt im Singles-Segment zu

Nicht zuletzt dank des aktuellen TV-Albums von Helene Fischer bleibt Universal Music der erfolgreichste Konzern im ersten Quartal 2021. Bei den Singles punktet Warner Music, wobei der Anteil nationaler Produktionen bei Alben wie Singles zurückgeht.

03.05.2021 12:45 • von Dietmar Schwenger

Nicht zuletzt dank des aktuellen TV-Albums von Helene Fischer bleibt Universal Music der erfolgreichste Konzern im ersten Quartal 2021. Bei den Singles punktet Warner Music, wobei der Anteil nationaler Produktionen bei Alben wie Singles zurückgeht.

Universal Music kann im Longplay-Segment erneut zulegen und verbessert den Wert bei den Chartsanteilen von 41,5 Prozent auf 42,5 Prozent - nicht zuletzt dank erfolgreicher Alben von Helene Fischer, Rammstein und Angelo Kelly & Family. Bei den Singles hingegen muss der Weltmarktführer einen Rückgang von 51,36 auf 39,06 Prozent hinnehmen.

Vergleichbar ist die Entwicklung bei Sony Music: Bei den Alben steigt der Anteil in den Charts von 25,33 auf 27,64 Prozent, bei den Singles rutscht das Unternehmen von 29,67 auf 27,64 Prozent. Großer Gewinner bei den Singles ist dafür Warner Music. Der Hamburger Major schießt von 12,04 auf 25 Prozent und hat damit den eigenen Wert in diesem Feld mehr als verdoppelt. Hier profitiert das Team um Chairman & CEO Bernd Dopp von den nachhaltigen Erfolgen von Acts wie Robin Schulz, Tiesto oder Ava Max. Das spiegelt sich auch in der Separat-Auswertung »Nationales Produkt Singles« wider, wo Warner Music ebenfalls als einziger Major Land gewinnt. Hier wächst der Konzern stark von 3,39 auf 6,65 Prozent.

Anders als Sony Music und Universal Music kann Warner Music jedoch im Longplay-Segment nicht punkten und verzeichnet hier einen leichten Rückgang von 16,88 auf 15,52 Prozent. Zu den Gewinnern in dem Bereich gehören neben Universal und Sony Music auch die Firmenfamilie Believe/GoodToGo, Kontor New Media/Edel und 375 Media, deren Werte allesamt über jenen aus dem Vorjahreszeitraum liegen. Bei den Singles bleibt der Prozentanteil von Believe/GoodToGo mit 3,75 Prozent unverändert, während Kontor New Media zulegt.

Auffallend ist, dass der Anteil nationaler Produktionen in den Charts, der über viele Jahre gestiegen war, nun sinkt. Im Vergleich mit dem ersten Quartal 2020 geht er bei den Alben von 71,07 auf 62,34 Prozent zurück, bei den Singles fällt er von 60,64 auf 43,95 Prozent.

Relativ stabil hingegen ist der hohe Anteil der Majors an den Charts im Longplay-Segment. Betrug dieser Wert in den ersten drei Monaten 2020 beachtliche 94 Prozent, so sind es nun gar 95,22 Prozent. Entsprechend wenig Volumen bleibt für die unabhängigen Vertriebsfirmen, wobei Believe/GoodToGo im ersten Quartal 2021 im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum die Mitbewerber von Tonpool überrundet hat.Bei den Musikverlagen liegt unverändert Warner Chappell Music mit 27,47 Prozent an der Spitze, gefolgt von Sony Music Publishing (25,04 Prozent), der Universal Music Publishing Group (20,04 Prozent) und BMG (14,87 Prozent).

MusikWoche veröffentlicht regelmäßig die kumulierten Werte für die erfolgreichsten Labels, Firmen, Konzerne und Verlage. Auf den kommenden Seiten finden Sie die Auswertung der kumulierten Werte der Kalenderwochen 50/2020 bis 13/2021 (bis einschließlich 31. März) von GfK Entertainment.

Für das erste Quartal 2021, abzüglich der Dezember-Wochen, veröffentlichte GfK Entertainment am 21. April eine abweichende Auswertung der erfolgreichsten Alben und Singles. Bei den Longplayer setzte sich dort Daniela Alfinito an die Spitze, gefolgt von Kool Savas und Katja Krasavice. Bei den Singles steht dort auxh Nathan Evans mit »Wellerman« auf Rang eins.

_____MusikWoche im Abo lesen? Bitte hier entlang.