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Kulturkirche Berlin bekommt neuen Betreiber

Bernhard Sturm übernimmt mit seiner neugegründeten Halle-Luja Kulturmanagement GmbH den ehemaligen Arbeitsbereich von Akanthus Kulturmanagement, das bisher für die Vermietung der Passionskirche und der Heilig-Kreuz-Kirche für Veranstaltungen unter dem Motto Kulturkirche Berlin zuständig war.

29.04.2021 11:32 • von Dietmar Schwenger
Hat mit Berhard Sturm einen neuen Betreiber gefunden: die Passionskirche in Berlin (Bild: Halle-Luja Kulturmanagement)

Bernhard Sturm übernimmt mit seiner neugegründeten Halle-Luja Kulturmanagement GmbH den ehemaligen Arbeitsbereich des Akanthus Kulturmanagement. Die von der Evangelischen Kirche Mitte der 80er-Jahre eingesetzte Agentur war bisher für die Vermietung der Passionskirche und der Heilig-Kreuz-Kirche für Veranstaltungen unter dem Motto Kulturkirche Berlin zuständig. Die Gemeinde hatte den Betrieb coronabedingt jedoch Anfang 2021 schließen müssen. Durch die neue Betreibergesellschaft könnten nun die Arbeitsplätze einer Mitarbeiterin aus der Planung wie auch jene der Abend-Crew erhalten werden.

"Die Nutzungskonzepte der Kirchen sollen unverändert weitergeführt werden", betont Sturm. Auch würdem die beiden Kirchen durch die Veranstaltungen nicht entweiht, es finden regelmäßig Gottesdienste statt. "Wir hoffen, durch die Firmengründung etwas Optimismus in die Pandemiezeit zu bringen."

"Wir werden über die reine Raumvermietung hinaus alle Services anbieten, die sich die Veranstalter wünschen und versuchen frischen Wind in die Spielpläne der beiden Kirchen zu bringen, obwohl wir alle schon viele Jahre im Geschäft sind", so Sturm weiter. Man wolle bewährte Konzepte erhalten, aber auch die neuen technischen Möglichkeiten und die sich verändernden Wünsche und Bedürfnisse der Bestandskunden mehr in den Fokus nehmen.

Für die Zukunft ist Sturm zuversichtlich: "Durch unsere Erfahrungen und Kontakte wird es hoffentlich nach Corona auch gelingen, die Anzahl der Veranstaltungen zu erhöhen." In den Vorjahren waren in den beiden Spielstätten Acts wie Ritchie Blackmore, Anne Clark, Billy Bragg, Marc Almond, Tangerine Dream, Ian Anderson, Zakk Wylde, Mark Lanegan, John Watts, Suzanne Vega oder Ry?ichi Sakamoto aufgetreten. Die Passionskirche hat eine Kapazität von 720 Personen, in der Heilig-Kreuz-Kirche finden 580 Besucher Platz.

Die Heilig-Kreuz Kirche wird noch bis zum Herbst umgebaut, um danach unterschiedliche Konzepte für Tagungen, Konzerte, Lesungen oder Podiumsdiskussionen, realisieren zu können. "Kirchenräume haben eine ganz besondere Atmosphäre, gerade wenn sie als Kulturkirchen für Events genutzt werden", erläutert Sturm. "Vergleichbare Kulturkirchen gibt es auch in Köln und Hamburg. Wir sind froh und stolz, dass wir diese schönen Häuser als renommierte Veranstaltungsorte in Berlin erhalten können und warten nun, wie alle anderen auch, auf das Ende der Pandemie, um endlich durchstarten zu können."

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