Unternehmen

Apple startet kostenpflichtigen Podcast-Dienst

Apple hat einen kostenpflichtigen Premium-Dienst für Podcasts angekündigt. Der Service unter dem Namen Apple Podcasts Abonnements startet im Mai 2021 in mehr als 170 Ländern und Regionen.

21.04.2021 11:18 • von Jonas Kiß
So soll es aussehen: das neue Podcast-Angebot bei Apple (Bild: Apple)

Bisher gab es Podcasts bei Apple kostenlos in der App. Nun hat der Konzern beim sogenannten "Spring Loaded"-Event am 20. April 2021 in Cupertino einen kostenpflichtigen Premium-Dienst für Podcasts angekündigt.

Der Service unter dem Namen Apple Podcasts Abonnements startet im Mai 2021 in mehr als 170 Ländern und Regionen - darunter auch Deutschland - und bietet den Nutzern unter anderem werbefreies Hören, Zugang zu zusätzlichen Inhalten und frühzeitigen oder exklusiven Zugang zu neuen Folgen. Neben den Bezahl-Inhalten gibt es weiterhin kostenlose Kanäle. Außerdem enthält die App, die auf dem Betriebssystem iOS 14.5 läuft, ein überarbeitetes Design und Möglichkeiten wie die Offline-Wiedergabe oder eine verbesserte Suchfunktion.

Die Preise für die einzelnen Abonnements können die Podcast-Produzenten selbst festlegen. Die genaue Preisgestaltung ist noch nicht bekannt, sie soll aber beim Mindestpreis von 49 Cent in den USA starten. Über die neue Webseite Apple Podcasts for Creators bekommen die Produzenten alle Werkzeuge für den Aufbau und die Verbreitung von Premium-Abonnements an die Hand. Medienunternehmen wie die "Los Angeles Times", "NPR" oder hierzulande "Der Spiegel" sind bereits an Bord, um exklusive Podcast-Inhalte anzubieten.

Laut Tina Jürgens, Geschäftsführerin Zebra-Audio, geben die direkten Subscription-Modelle Fans die Möglichkeit, "ihre Lieblings-Shows direkt zu unterstützen", während der Service den Produzenten "mehr kreativen Spielraum für neue und andere Podcast-Inhalte" biete. "Damit gibt es neben der klassischen Werbevermarktung eine zusätzliche finanzielle Basis für das Medium", sagt Jürgens.

Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Abo-Angebote wie Apple Music, Apple Arcade und Apple TV+ an den Start gingen, hielt sich der Konzern im Podcast-Bereich neben Mitbewerbern wie Spotify oder Amazon lange zurück, obwohl Apple dem Format einst den Namen gab und 2005 zum Durchbruch verhalf.