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Summer Breeze will mit Sicherheitskonzept stattfinden

Der Summer-Breeze-Veranstalter Silverdust hat mit Unterstützung von Wissenschaftlern und Repräsentanten aus dem Event- und Rechtsbereich ein 105-seitiges Konzept erarbeitet und als offenen Brief an die Politik geschickt, dass Festivals wie das Summer Breeze noch in der zweiten Sommerhälfte ermöglichen soll.

20.04.2021 14:05 • von Dietmar Schwenger
Soll 2021 stattfinden: das Summer Breeze Open Air (Bild: Silverdust)

Der Summer-Breeze-Veranstalter Silverdust hat unter anderem mit der Fachhochschule Aalen, der Universität der Bundeswehr, dem Bayerischen Roten Kreuz und weiteren Repräsentanten aus Event- und Rechtsbereich ein 105-seitiges Konzept erarbeitet, das Festivals wie das Summer Breeze noch in der zweiten Sommerhälfte ermöglichen soll.

Dieses Konzept hat Silverdust am 20. April 2021 als offenen Brief an politische Entscheidungsträger aus Bund und Ländern sowie an zuständige Behörden geschickt, "um den Diskurs zu suchen und die notwendige Unterstützung hierfür zu bekommen", teilt das Unternehmen mit. "Die Veranstaltungswirtschaft, welche seit über einem Jahr zur Zwangspause verpflichtet ist, benötigt dringend Perspektiven für die Zukunft - so auch das Summer BreezeOpen Air", heißt es aus Abtsgmünd.

Die Veranstalter des Summer Breeze wollen nun "den massiven Schäden für die Branche", aber auch der gesamten Region in Bayern aktiv entgegenwirken. Dank einer Bundesförderung der Initiative Musik konnte eine Task Force gebildet werden, die aus internen Mitarbeitern sowie den wissenschaftlichen Experten der verschiedenen Universitäten und Institutionen besteht. In dem von der Task Force erarbeitetem Konzept wird dargelegt, "wie eine gefahrenminimierte Durchführung von Events zu Pandemiebedingungen am Beispiel des Summer Breeze aussehen kann".

Mit Fokus auf Infektionserkennung sowie -vermeidung will das Konzept einen Katalog an Maßnahmen und Orientierungshilfen geben, um potenziellen Problemstellungen zu begegnen. "Kern des Infektionsschutzes ist unsere engmaschige Teststrategie mittels Schnell- und PCR-Tests", erläutert Veranstaltungsleiter Jonas Medinger. "Wir können logistisch abbilden, dass alle 40.000 Gäste vor Betreten des Geländes, während des Events und vor der Abreise getestet werden. Unser digitales Ticketing und Kommunikationssystem ermöglicht uns das Koppeln von Testergebnissen und Ticketdaten sowie die direkte Kontaktaufnahme zu Besucher:innen."

Gepaart mit einem Risikomanagement, Besucherkommunikation sowie organisatorischen und infrastrukturellen Maßnahmen wollen die Veranstalter "ein maximales Level an Sicherheit" erreichen. "Nur mit der Durchführbarkeit von Veranstaltungen wie der unseren unter pandemiebedingten Auflagen erreichen wir den Erhalt der musikkulturellen Werte, für die das Summer Breeze seit 1997 steht. Die gesamte Event- und Kulturbranche steht am Abgrund. Wir müssen das dringend ändern und dafür liefern wir heute unseren gesamtgesellschaftlichen Beitrag", betont Silverdust-Geschäftsführer Achim Ostertag.

Silverdust verweist zudem auf eine Fanumfrage mit knapp 18.000 Teilnehmern, der zufolge es eine Bereitschaft gebe, die nötigen Maßnahmen wie Schnelltests, erweiterte Datenabfrage oder einen etwaigen Unkostenbeitrag mitzutragen. Die Zustimmungswerte lagen laut Silverdust bei 85 bis 94 Prozent.