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Programm für digitale jazzahead! steht

Das Fachprogramm der jazzahead, die vom 29. April bis 2. Mai weitestgehend digital stattfindet, ist komplett. Unter dem Motto "Close Together From Afar" rückt die Bremer Fachmesse aktuelle Themen wie hybride Zukunft oder Musikexport in den Fokus.

19.04.2021 17:03 • von Dietmar Schwenger
Illuminiert im jazzahead-Grün: die ÖVB-Arena in Bremen (Bild: Jan Rathke, M3B)

Das Fachprogramm der jazzahead, die vom 29. April bis 2. Mai 2021 weitestgehend digital stattfindet, ist komplett. Unter dem Motto "Close Together From Afar" rückt die Bremer Fachmesse aktuelle Themen wie hybride Zukunft oder Musikexport in den Fokus. Die Pandemie habe Künstler, Veranstalter und viele andere hart getroffen. Ihre Interessen bildeten nun den Schwerpunkt des diesjährigen Fachprogramms, sagt die Projektleiterin der jazzahead!, Sybille Kornitschky von der Messe Bremen.

So wolle man sich beim Konferenzprogramm fragen, welche positiven Erkenntnisse die Branche von virtuellen Veranstaltungen für die Zukunft mitnehmen kann. Thematisieren wollen die jazzahead-Veranstalter in dem Rahmen auch Online-Marketing, Einkünfte über gestreamte Events, umfassende Strategien für hybride (Konzert-)Veranstaltungen sowie ihre Umsetzung. "Ich sehe nicht die Rückkehr in eine rein analoge Welt, die Zukunft der Veranstaltungsbranche wird sicher viel hybrider", ist Kornitschky überzeugt.

Den Bereich Musikexport will das Team um Kornitschky am Beispiel von Jazz-Vereinigungen in Italien und Spanien thematisieren. "Unsere internationalen AusstellerInnen präsentieren auch in diesem Jahr ihre eigenen Programme, KünstlerInnen und Szenen, darunter zum Beispiel Lettland, Dänemark, Katalonien, Frankreich, Kanada, Kuba und weitere", so die Projektleiterin.

Als besonderes Angebot macht die jazzahead zwei Panels des Fachprogramms kostenfrei auf der eigenen Webseite und über Facebook für nicht registrierte Teilnehmer zugänglich. "What Should Emerging Artists Do?" fragt das eine der beriden Panels, während das andere unter der Ägide der Deutschen Jazzunion eine Studie zur Auswirkung der Coronakrise auf die Lebenssituation von Jazz-Musikern vorstellt.

Neben den 31 Showcase-Bands soll die Eröffnungsfeier am 29. April "ein weiteres Highlight" bilden. Außer den Gastbeiträgen der US-amerikanischen Sängerin Dee Dee Bridgewater, als Vertreterin des International Jazz Days und dem Herbie Hancock Institute of Jazz, sowie von Kulturstaatsministerin Monika Grütters gibt es bei der Gala ein exklusives Kurzkonzert der Markus Stockhausen Group.

Bislang haben sich rund 600 Teilnehmer und 80 Aussteller aus 40 Nationen für die Online-Ausgabe angemeldet. Eine Registrierung ist noch bis zum 30. April möglich. Die jazzahead-Plattform kann auch nach Ende der Messe bis Ende Juli 2021 genutzt werden. Die Notwendigkeit, den Austausch innerhalb der internationalen Szene aufrechtzuhalten, sei die treibende Kraft in der Vorbereitung dieser besonderen 15. Ausgabe gewesen, erklärt Kornitschky.

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