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Apple Music kontert Spotifys Imagekampagne

In der Diskussion um eine gerechte Verteilung der Streamingeinnahmen hatte Spotify zuletzt eine Kampagne zur Imagebildung in eigener Sache genutzt. Apple kontert diesen Vorstoß nun mit einem Schreiben an die Kreativen und deren Partner, und rückt dabei die pro Abruf ausgezahlten Gelder in den Fokus.

19.04.2021 10:11 • von
Taugt nicht nur zur Datenanalyse: Apple verbreitete jüngst ein Imageschreiben in eigener Sache über seine Artists-Plattform (Bild: artists.apple.com, Screenshot)

In der Diskussion um eine gerechte und transparente Verteilung der Einnahmen aus dem Streaminggeschäft hatte Spotify zuletzt das Stream-On-Event und eine Imagekampagne unter dem Namen Loud & Clear zur Imagebildung in eigener Sache genutzt. Apple kontert diesen Vorstoß nun mit einem Schreiben an die Kreativschaffenden und deren Partner, und rückt dabei unter anderem die pro Abruf ausgezahlten Gelder in den Fokus.

Apple schütte demnach 52 Prozent der über die Vermarktung des Musikabos Apple Music eingenommenen Summen an die Labels aus, zitierte zunächst das "Wall Street Journal" aus einem Schreiben, das der Konzern am 16. April 2021 über das Dashboard Apple Music For Artists sowie an Labelmacher und Musikverleger verbreitete. Man glaube daran, dass jeder Stream seinen Wert habe, und zahle deshalb "jedem Creator" die gleichen Anteile, heißt es in der Mitteilung.

Auch sei man davon überzeugt, dass die Kreativen und deren Partner "nie" für Platzierungen ihrer Songs im Streamingbereich zahlen sollten. Damit spielt Apple auf einen Vorstoß von Spotify an, wo man eine Art digitalen Naturalrabatt eingeführt hatte, der im Gegenzug für schmalere Ausschüttungen prominente Platzierungen versprach.

Text: Knut Schlinger

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