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Charts KW 16: Giovanni Zarrella siegt

19 Jahre, nachdem er mit Bro'Sis die Pole Position der deutschen Longplaycharts eroberte, steht Giovanni Zarrella mit seinem Album "Ciao!" nun hier erstmals als Solokünstler ganz oben - und nahm von Telamo-Chef Ken Otremba dafür den Nummer 1 Award entgegen. Nathan Evans baut seinen Vorsprung auf die Konkurrenz bei den Singles mit "Wellerman" aus.

16.04.2021 16:23 • von Frank Medwedeff
Feiern den Nummer 1 Award: Giovanni Zarrella (rechts) und Überbringer Ken Otremba (Telamo) (Bild: Telamo)

19 Jahre, nachdem er mit Bro'Sis und deren Album "Never Forget (Where You Come From)" die Pole Position der deutschen Longplaycharts eroberte, steht Giovanni Zarrella hier nun erstmals als Solokünstler ganz oben: Der Sänger und Fernsehmoderator holt dabei mit seinem Studioalbum "Ciao!" einen "gigantischen Vorsprung" heraus, wie GfK Entertainment bestätigt. Den verdienten Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts nahm Zarrella in Hamburg aus den Händen von Telamo-Geschäftsführer Ken Otremba entgegen.

Giovanni Zarrella sagt: "Ich bin ein großer Rocky-Balboa-Fan, und die Stationen meines Lebens ähneln tatsächlich etwas denen meines Helden. Man fällt, man steht auf. Dann geht es mal ein paar Schritte nach vorne und dann wieder mal viele zurück. Wichtig aber ist es, nicht stehen oder liegen zu bleiben. Niemals. Danke an jeden, der mit an diesem Traum gebaut hat und mir geholfen hat, ihn aufrecht zu erhalten. Grazie di cuore - danke von Herzen!"

Ken Otremba, Geschäftsführer Telamo, verlautet: "Glückwunsch an Giovanni für die Album- #1! Was für eine tolle Erfolgsgeschichte - 20 Jahre nach Bro'Sis die erste Eins als Solointerpret. Nach Dreifachgold und Platz zwei mit dem Debüt nun die Tabellenspitze mit dem Folgealbum. Die Bestätigung eines solchen Mega-Erfolgs gelingt nur ganz wenigen Künstlern, und das ist ein eindeutiger Beleg, dass nicht nur das Konzept, sondern vor allem der Künstler bei dem Publikum ankommt! Glückwunsch auch an Christian Geller, dessen Anteil an dem Erfolg nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Danke auch an Warner für einen sensationellen Vertriebsjob, an Starwatch für eine unglaubliche Kampagne, an Tanja, Birte, Christina und das gesamte Telamo/221 Team, an alle Medien- und Handelspartner - alle haben ihr Bestes gegeben und haben diesen Erfolg möglich gemacht. Teamwork deluxe!"

Produzent Christian Geller erklärt: "Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Nummer eins, und ich gönne sie Giovanni am meisten! Das tollste Konzept und das am besten produzierte Album ist nichts wert ohne einen Künstler, der es so toll und glaubwürdig in die Welt trägt!"

Und Sam Bittner, Vice President Music & Live Entertainment Seven.One Starwatch, liefert folgendes Zitat: "Album zwei, Chartentry direkt auf eins! Giovanni zeigt einmal mehr, wie sehr seine Songs begeistern. Wir freuen uns auf eine lange und besondere Reise gemeinsam mit allen im Team. Ein großartiger Start!"

Taylor Swift kommt mit der neu eingespielten Version ihres 2008er-Albums "Fearless" als Wiedereinsteigerin auf Rang zwei. Mit der Neuaufnahme des Longplayers will Swift die kommerzielle Verfügungsgewalt über ihre Kompositionen zurückgewinnen, nachdem sie den kompletten Verlust ihrer Masterrechte an ihren Alben für das Label Big Machine und deren Songs nicht verhindern konnte.

Sunrise Avenue stürmen mit "Live With Wonderland Orchestra" von null auf drei. Nino de Angelos "Gesegnet und verflucht" klettert von acht auf vier. Und der französische Elektronik-Altmeister Jean-Michel Jarre ist mit seinem Werk "Amazônia" Neuzugang auf Position fünf.

Maite Kelly geht mit "Hello!" um drei Rangstufen nach unten auf die Sechs. Neueinsteiger auf Platz sieben ist ein Klassikalbum: "Mozart: Works For Oboe And Orchestra" mit Oboist Albrecht Mayer, Cembalist Vital Julian Frey und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. "Meine Zeit für und mit Wolfgang Amadeus Mozart ist gekommen", erklärte Albrecht Mayer nach der Einspielung. "Sein großer Erfolg gibt ihm recht", wie die Deutsche Grammophon nun erfreut anmerkt.

Von sechs auf acht sinken derweil Evanescence und "The Bitter Truth". Ariana Grandes "Positions" (Platz neun) und "The Isolation Tapes" von Kadavar (zehn) kommen mittels neuer physischer Editionen jeweils als Re-Entrys zurück in die Top 10.

Noch zwei Neuzugänge schaffen es in die Top 20: "Unter der Sonne/Monster in mir 2.0" vom österreichischen HipHop-Crack Chakuza auf Rang zwölf sowie auf der 20 "Hellbreaker" von der Mönchengladbacher Hardrockband Motorjesus.

Universal Music behauptet mit 37,1 Prozent Marktanteil in der aktuellen Erhebungswoche die Tabellenführung in der Vertriebsrangliste zu den Top 100 Longplay, aber Warner Music folgt nicht weit dahinter (33,0 Prozent). Sony Music erreicht 20,4 Prozent und Rang drei, während Kontor/Edel (4,5 Prozent) und Believe/GoodToGo (2,9 Prozent) die Top 5 vollzählig machen.

"Wellerman" von Nathan Evans bringt es nun schon auf insgesamt acht Wochen auf Rang eins der Top 100 Singles. Nach Angaben von GfK Entertainment hat der frühere Postbote aus Schottland mit dem Shanty den Abstand auf die Konkurrenz in dieser Woche wieder ausgebaut.

Es folgen zwei neu gelistete Deutschrap-Singles: "Leere Hände" von Santos, Sido & Samra debütiert auf Rang zwei vor Lucianos "Kids From The Block" (drei).

Lil Nas X verbessert sich mit "Montero (Call Me By Your Name)" um eine Stelle auf die Vier, während "Frag mich nicht" von Miksu und Macloud im Verbund mit Jamule und Nimo von drei auf fünf zurückfällt.

44,6 Prozent Wochenanteil bedeuten hier für Universal Music die klare Tabellenführung im Distributorenranking vor Sony Music (24,6 Prozent), Warner Music (21,1 Prozent), Believe/GoodToGo (5,3 Prozent) und Kontor/Edel (2,4 Prozent).

"Kontor - Top Of The Clubs Vol. 89" schießt in den Top 30 Compilations von null auf eins. "Dream Dance - Best Of 25 Years" hält den zweiten Rang, so dass sich der bisherige Spitzenreiter "Bravo Hits 112" mit dem dritten Platz begnügen muss.

Zweithöchster Neuzugang der Woche ist auf Position fünf "Milchbar - Seaside Season 13 (Compiled By Blank & Jones)".

Universal Music (36,5 Prozent Marktanteil) verdrängt hier Sony Music (34,0 Prozent) von der Tabellenspitze in der Vertriebswertung. Kontor/Edel folgt auf dem dritten Rang anhand von 16,9 Prozent und damit klar vor Warner Music (4,6 Prozent).

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