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Livebranche fordert Restart im September

Da Angela Merkel versprochen hat, dass ab dem 21. September "jeder ein Impfangebot erhalten haben wird", folgert das Forum Veranstaltungswirtschaft, dass dann auch Veranstaltungen wieder möglich sein müssten, und wendet sich mit einem Offenen Brief an die Kanzlerin.

13.04.2021 14:28 • von Jonas Kiß
Bei den Unterzeichnern des offenen Briefs dabei: BDKV-Präsident Jens Michow (Bild: Klaus Westermann)

Da Angela Merkel versprochen hat, dass ab dem 21. September 2021 "jeder ein Impfangebot erhalten haben wird", folgert das Forum Veranstaltungswirtschaft, dass nach diesem Termin öffentliche Veranstaltungen wieder uneingeschränkt möglich sein müssten.

Deswegen haben die im Forum beteiligten Verbände BDKV, EVVC, LiveKomm, ISDV und VPLT nun einen Offenen Brief an die Bundeskanzlerin adressiert, in dem es um den "Restart der Veranstaltungswirtschaft nach dem 21. September 2021" geht.

Sofern "Veranstaltungsbesuche nach dem 21. September von der Vorlage eines Impfnachweises abhängig" gemacht würden, sei es für das Forum nicht ersichtlich, was ab dem 21. September gegen eine hundertprozentige Öffnung der deutschen Veranstaltungsstätten sprechen sollte, heißt es in dem Brief.

Die meisten Veranstalter hätten ihre seit März 2020 "nicht selten bereits zum dritten Mal verlegten Veranstaltungen für den Herbst dieses Jahres bereits im Verkauf", und wenn "auch diese Veranstaltungen erneut nur mit Abstandsregeln und damit nur unwirtschaftlich durchgeführt" werden könnten, würden die Unternehmen dies "trotz der diversen großzügigen Hilfsangebote wirtschaftlich nicht überleben".

Das Forum Veranstaltungswirtschaft betont, dass man der Kanzelerin bereits Anfang Februar mit dem "Manifest Restart" ausführlich dargelegt habe, unter welchen Umständen die Öffnung von Veranstaltungen bis zum 21. September auch schrittweise möglich sein sollte.

Mit einer Ankündigung oder "auch nur einer Empfehlung der Bundesregierung an die Länder" würden zehntausende Unternehmen sowie Millionen von Erwerbstätigen und abhängig Beschäftigten schon jetzt die Hoffnung erhalten, "dass nach langen Entbehrungen und langem Durchhalten spätestens im September 2021 eine Rückkehr zur Normalität" möglich wäre.

Denn wenn es "nach derzeit dreizehnmonatigem Veranstaltungs-Lockdown immer noch keine zeitliche Prognose für Verlängerungen von Hilfsgeldern, geschweige denn die Hoffnung auf die Möglichkeit der Berufsausübung" gäbe, könnten Unternehmen keine Perspektive und Planungssicherheit erhalten.