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Reeperbahn und Keychange untersuchen Geschlechterverteilung

Das Reeperbahn Festival und die Initiative Keychange untersuchen mit einer groß angelegten Studie die Geschlechterverteilung in allen Teilmärkten der deutschen Musikwirtschaft.

12.04.2021 13:42 • von Jonas Kiß
Sieht die Studie als wichtige Grundlage: Merle Bremer, Project Lead Keychange (Bild: Reeperbahn Festival)

Das Reeperbahn Festival untersucht mit einer groß angelegten Studie die Geschlechterverteilung in allen Teilmärkten der deutschen Musikkultur und Musikwirtschaft.

Das Marktforschungsinstitut Kantar erhebt die Studie, Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt das Projekt.

Die Untersuchung findet im Rahmen der europäischen Initiative Keychange statt und analysiert unter anderem geschlechterspezifische Unterschiede bei Anstellungsverhältnissen, Einkommensstrukturen und Aufstiegschancen innherhalb der Musikwirtschaft.

Zudem soll die Studie Erkenntnisse darüber bringen, welche Einflüsse Geschlechtervielfalt bei Kaufentscheidungen und dem Nutzerverhalten für Konsument*innen haben.

Dafür befragt Kantar unter anderem Labels, Musikverlage, Konzertveranstalter, Verwertungsgesellschaften, Radio-Sender, Stramingdienste, Spielstätten und Künstler*innen. Ersmtals wolle man auch Musiknutzer*innen befragen.

Merle Bremer, Project Lead Keychange, freut sich, eine Studie zur Geschlechterverteilung in der deutschen Musikwirtschaft und Musikkultur "als Grundlage und Nukleus für Forderungen auf dem Weg zu einem ausgeglichenem Geschlechterverhältnis in unserer globalen Branche" umsetzen zu können.

Gleichberechtigung sei ein "wesentlicher schritt auf dem Weg in eine zukunftsfähige Musiklandschaft", deshalb sei die Studie so wichtig für das weltweite Keychange-Movement.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters betont: "Chancengleichheit für Frauen ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern sie bedeutet auch einen Gewinn an Perspektiven und Potentialen, ein mehr an kultureller und medialer Vielfalt." Viele Bereiche der Kultur- und Kreativszene seien laut Grütters leider "noch weit von der Verwirklichung echter Geschlechtergerechtigkeit entfernt": "Frauen werden häufig schlechter bezahlt als Männer und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert."