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Eine italo-deutsche Vision von Giovanni Zarrella

Mit seinem am 9. April bei Telamo veröffentlichtem Album "Ciao!" will Giovanni Zarrella eine "Vision" umsetzen, die zu einer Serie von italo-deutschen Alben werden könnte. Im Gespräch mit MusikWoche verrät er zudem erste Details zu seiner ZDF-Show.

12.04.2021 14:27 • von Dietmar Schwenger
Will mit seiner ZDF-Show ein breites musikalisches Spektrum abdecken: Giovanni Zarrella (Bild: Boris Breuer)

"Mit 'Ciao!' wollte ich die Geschichte von 'La Vita E Bella' weitererzählen, denn der Ansatz auf beiden Alben spiegelt einfach zu 100 Prozent das wider, was ich bin: ein Italo-Deutscher", sagt Giovanni Zarrella, für den es bei der am 9. April 2021 bei Telamo veröffentlichten Fortsetzung des Platin-Albums "La Vita E Bella" keinen Druck gegeben habe.

"Für mich war ein zweites Album mit italienischen Fassungen deutscher Hits etwas ganz Natürliches. Das erinnert mich an die Zeit, als ich mir immer die neue 'KuschelRock'-CD gekauft habe, einfach um immer die neusten Songs parat zu haben, wenn es im Partykeller zu einem Steh-Blues kam. Und so wie damals wäre es doch fantastisch, wenn die Leute sich nun auch jedes Jahr die neusten italo-deutschen Songs von mir wünschen würden. Das wäre meine Vision."

Der Titel des Albums habe zwar schon vor Corona festgestanden, aber er passe in die jetzige Zeit, weil "Ciao" im Italienischen die Doppelbedeutung von Hallo und Tschüss habe. "Das heißt man verabschiedet sich hoffentlich auf Nimmerwiedersehen von den schlechten Dingen wie einer Pandemie und begrüßt die guten, neuen Zeiten, die danach kommen."

Bei der Auswahl der Songs habe er sich Künstler ausgesucht, die ihn inspirieren und seit Langem begleiten, erzählt der bei Telamo unter Vertrag stehende Musiker. "So habe ich etwa Sarah Connors 'So schön du bist' aufgenommen, weil sie die erste Künstlerin war, die mich 2001, als es mit Bro'Sis losging, in den Arm genommen und mich in dieser verrückten Pop-Welt begrüßt hat.

Ein anderes Beispiel ist für mich Marianne Rosenbergs 'Er gehört zu mir', den mein Vater als Begleitmusiker mal mit ihr gespielt hat." Bei der Produktion der Tracks hätten Christian Geller, der bereits für das Vorgängeralbum verantwortlich zeichnete, und er versucht, die Stücke "noch moderner, fröhlicher, bunter und tanzbarer aufzunehmen - noch mehr in Richtung Pop-Schlager".

Er hofft auf eine Live-Umsetzung mit seiner Band im Jahr 2022, aber noch in diesem Jahr steht für den 42-Jährigen ein anderes großes Projekt an. "Die TV-Show, an der ich gerade mit dem ZDF arbeite, wird eine große Musikshow, das ist mir wichtig. Ich bin da sehr involviert, weil ich nicht möchte, dass man mir im Herbst, wenn es losgeht, einfach nur ein Drehbuch in die Hand drückt." Ziel sei es, eine möglichst breite Musikauswahl zuzulassen: Pop, Schlager, internationale Künstler und mehr, informiert Zarrella. "Wir wollen alles mischen. Es soll, wenn ich das so sagen darf, wie bei MusikWoche um Musik gehen. Zugleich will ich als Entertainer und Moderator überraschen mit den Dingen, die ich selber von mir zeige."