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Charts KW 15: Sierra Kidd erstmals ganz oben

Nachdem er zuvor schon drei Alben in die Top 10 der Offiziellen Deutschen Charts brachte, erobert Rapper Sierra Kidd mit "NAOSU" nun zum ersten Mal die Pole Position der Top 100 Longplay - vor Hämatom und Maite Kelly. Kapitän der Top 100 Singles bleibt Nathan Evans mit seinem "Wellerman".

09.04.2021 16:02 • von Frank Medwedeff
Zeigt seinen Nummer 1 Award: Sierra Kidd (Bild: @cheriimoya)

Sierra Kidd rappt sich mit seinem neuen Album "NAOSU" direkt auf Platz eins der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts. Der mittlerweile 24-jährige einstige Teenie-Star schwingt hier erstmals das Zepter. Alle seine drei vorigen Alben hatte er bereits in die Top 10 gebracht: Das Debüt "Nirgendwer" kam 2014 auf Rang sechs, "Rest In Peace" war 2017 eine Nummer acht, und mit "TFS" gelangte Sierra Kidd 2019 bis auf Position fünf. GfK Entertainment hat den im ostfriesischen Emden geborenen Künstler für seinen aktuellen Triumph bereits mit dem Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts bedacht.

Von null auf zwei in der Longplayhitliste schwingen sich, wie die Chartsermittler aus Baden-Baden bestätigen, die "Masken-Metaller" Hämatom mit ihrem stilistisch vielfältigen Unplugged-Werk "Berlin - Ein akustischer Tanz auf dem Vulkan". Maite Kelly verbessert sich mit "Hello!" von der siebten Stelle der Vorwoche auf die Drei.

Die deutsche Country-Institution Truck Stop ist auf Rang vier frisch dabei. Ihr neues Album heißt "Liebe, Lust & Laster". Der hessische Rapper Bosca ist Neuzugang auf Position fünf mit "Solange es schlägt 2".

"The Bitter Truth" von Evanescence sinkt von zwei auf sechs. Die Horrorcrore-Rapgruppe Zombiez bringt ihr Werk "Zatan lebt!" als Neuzugang auf Rang sieben. Nino de Angelo steigert sich mit "Gesegnet und verflucht" wieder deutlich von Rang 22 aus der Vorwoche auf acht. Und in die Top 10 zurück schaffen es auch Justin Biebers "Justice" (von elf auf neun) sowie Sting mit seinen "Duets" (von 16 auf zehn).

Die kanadische Post-Rock-Combo-Godspeed You! Black Emperor entert die deutsche Albumhitliste auf Rang elf, und damit so hoch wie nie zuvor, mit "G_d's Pee at State's End!". Und direkt dahinter auf der Zwölf greift Demi Lovato ins deutsche Chartsgeschehen ein. Ihr aktueller Longplayer trägt den Titel "Dancing With The Devil...The Art of Starting Over".

Der Hannoveraner Rapper Enemy ist mit "Stunde Null" auf Rang 18 der letzte Neueinsteiger im oberen Chartsdrittel.

Universal Music beherrscht mittels eines Marktanteils von 45,9 Prozent unangefochten die Wochenrangliste der Vertriebsfirmen im Longplaybereich. Sony Music rangiert auf Platz zwei (20,7 Prozent) vor Warner Music (17,4 Prozent), Believe/GoodToGo (10,5 Prozent) sowie 375 Media (2,2 Prozent).

Die insgesamt siebte Woche auf dem Thron der Top 100 Singles verbringt Nathan Evans mit "Wellerman". Von fünf auf zwei rauf steigt Justin Bieber im Verbund mit Daniel Caesar und Giveon mit "Peaches" . Dadurch geht es für "Frag mich nicht" von Miksu, Macloud, Jamule und Nimo um eine Rangstufe runter auf die Drei, und auch "Friday" von Riton & Nightcrawlers feat. Mufasa & Hypeman rutscht um einen Platz ab auf vier.

Auf dem aufsteigenen Ast ist indes Lil Nas X, dessen neuer Hit "Montero (Call Me By Your Name)" einen gewaltigen Sprung von Platz 40 auf fünf macht.

Kein erstmals gelisteter Titel findet sich in den Top 10. Höchster Neuzugang ist auf Platz 13 Samras Track "Diebe". Und direkt dahinter debütiert auf Rang 14 "Skyfall" von Helloween. Für die Metalheroen aus Hamburg ist das ihre am höchsten chartende Single seit "Dr. Stein", einer Nummer zehn anno 1988.

Top-20-Einstiege legen noch die Broilers mit "Alles wird wieder Ok!" auf Rang 16 sowie "DSDS"-Sieger Jan-Marten Block mit "Never Not Try" (17) hin.

Universal Music hat auch bei den Singles die Führung im Distributorenranking inne anhand eines Wochenanteils von 38,6 Prozent. 26,6 Prozent bringen Warner Music an die zweite Stelle, gefolgt von Sony Music (23,8 Prozent), Believe/GoodToGo (7,0 Prozent) und Kontor/Edel (2,4 Prozent).

Die Top 30 Compilations sehen weiterhin die "Bravo Hits 112" in der Führungsposition. Die Jubiläumskopplung "Dream Dance - Best Of 25 Years" klettert um einen Rang auf zwei. Höchster Neuzugang ist auf Listenplatz drei die Zusammenstellung "Pop Giganten - Schlager 2.0".

Direkt in die Top 10 gelangt auch noch "Techno Club Vol. 61" aus dem Hause Zyx (Platz neun).

Sony Music hält mit 43,9 Prozent die Tabellenführung in der Vertriebswertung zu den Compilations, allerdings hauchdünn vor Universal Music (43,8 Prozent). Zyx kommt mit 6,4 Prozent auf Position drei und verweist Warner Music (2,9 Prozent) auf die Vier.