Unternehmen

Impala will Musikbranche klimafreundlicher machen

Der Impala-Dachverband der europäischen Indies hat ein Nachhaltigkeitsprogramm mit einer Klima-Charta auf den Weg gebracht. Der freiwillige Leitfaden soll dazu dienen, den unabhängigen Musiksektor in Europa nachhaltiger zu gestalten.

08.04.2021 12:56 • von Jonas Kiß
15 Punkte als Leitfaden für eine klimafreundlichere Musikbranche: die Klima-Charta von Impala (Bild: Impala)

Der Impala-Dachverband der europäischen Indies hat ein Nachhaltigkeitsprogramm mit einer Klima-Charta auf den Weg gebracht. Der Leitfaden soll dazu dienen, den unabhängigen Musiksektor in Europa nachhaltiger zu gestalten.

Ziel sei es, auf freiwilliger Basis bis 2030 eine klimapositive Mitgliedschaft anzustreben, mit einem Netto-Null-Zwischenziel für 2026. Die Impala-Mitglieder sollen Zugang zu Anleitungen und Schulungen haben und können die freiwillige Impala-Klimaerklärung und andere Instrumente nutzen.

Die Klima-Charta von Impala enthält 15 Punkte. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung eines Carbon-Reporting-Tools für Mitglieder, Transparentes Monitoring über eigene Klimaauswirkungen, oder den Austausch von Best-Practice-Beispielen in ganz Europa. Außerdem enhtält die Charta Tipps über EU-Fördermittel für Klimaprojekte oder die Aufforderung als Firma zweimal im Jahr eine Schulung zur Klimakompetenz anzubieten.

"Das Programm von Impala bedeutet, dass wir vorausplanen, echte Nachhaltigkeitsoptionen für Künstler anbieten und flexible Werkzeuge für Mitglieder entwickeln können", erklärt Horst Weidenmüller, CEO von !K7, der die Task Force für das Projekt initiert hat: "Frühzeitiges Handeln ist nicht nur eine Klimafrage, es vermeidet Störungen und Kohlenstoffsteuern. Glaubwürdigkeit ist wichtig, deshalb beziehen wir die Lieferkette mit ein. Unser ultimatives Ziel ist es, kohlenstoffpositiv und nicht nur neutral zu sein."

Laut Helen Smith, Executive Chair Impala, zeige der Leitfaden sinnvolle Schritte auf, die ein Unternehmen auf freiwilliger Basis ergreifen und anschließend bei Bedarf erweitern kann: "Viele der Probleme können nicht von den Mitgliedern allein gelöst werden, aber ein kollektiver Ansatz wird den Unterschied ausmachen. Wir sehen dieses Programm als Teil unserer Rolle als Vorreiter und werden mit allen anderen in der Branche zusammenarbeiten, die daran interessiert sind, den Wandel zu beschleunigen."