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Crowdfunding für IGVW-Marktstudie erfolgreich

Die Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft (IGVW) hat die anvisierten 55.000 Euro per Crowdfunding generiert, um damit die Marktstudie "Zähl dazu" zu finanzieren. Am 13. April kann nun die Datenerhebung beginnen.

08.04.2021 12:03 • von Frank Medwedeff
Hat nun das nötige Geld für die "groß angelegte" Marktstudie zusammen: die IGVW (Bild: IGVW)

Im Februar 2021 hat die Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft (IGVW) "die größte Marktstudie der deutschen Veranstaltungswirtschaft" unter dem Namen "Zähl dazu" angekündigt. Begleitet wurde die Kampagne durch ein fünfwöchiges Crowdfunding, mit dem 55.000 Euro zur Finanzierung des Vorhabens gesammelt werden sollten. Neben den über die offizielle Plattform generierten 50.200 Euro habe die IGVW per direkter Überweisung noch zusätzlich 6510 Euro zweckgebundene Fördergelder von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen erhalten und meldet somit "das gesetzte Ziel komplett erreicht".

Am 13. April kann damit die zweite Phase beginnen, die branchenweite Datenerhebung durch das von der IGVW beauftrage und durch die Technische Universität Chemnitz unterstützte R.I.F.E.L. Institut. Auf den symbolischen Startknopf für die Befragung werde im Rahmen der digitalen Prolight + Sound BizLounge gedrückt.

Das erfolgreiche Crowdfunding wertet die IGVW als "ein wichtiges Zeichen für das Verständnis und Vertrauen, das die Agierenden der Veranstaltungswirtschaft innerhalb kürzester Zeit für die Studie entwickelt haben".

In den kommenden Tagen und bis zum Befragungsende am 31. Mai 2021 gelte es nun, "ausreichend Teilnehmende für die Studie zu motivieren". Dabei setze die IGVW "auf ihre wachsende Community in den sozialen Medien, auf transparente Kommunikation, auf eine hohe Bereitschaft unter den Mitgliedern der IGVW-Verbände und auf die sich in den letzten Wochen aufgezeigte und breite Unterstützung durch die verschiedenen Initiativen innerhalb der Branche" - wie #Alarmstufe Rot, das Forum Veranstaltungswirtschaft oder die Initiative der Veranstaltungswirtschaft e.V..

Dieses breite Spektrum an Unterstützenden sei die Basis, um "eine komplette Landkarte der Veranstaltungswirtschaft" zeichnen zu können. Die Befragung wolle man dafür in verschiedene Themenkomplexe unterteilen. Dazu gehören allgemeine Angaben zum Unternehmen beziehungsweise der selbstständigen Tätigkeit, spezifische Aussagen über die eigene Rolle in der Veranstaltungswirtschaft generell und auf den konkreten Einsatzbereich innerhalb der Branche bezogen, das Umsatzvolumen und die Einschätzung der aktuellen Situation ebenso wie Beschäftigungsverhältnisse und Kooperationen mit anderen Agierenden der Veranstaltungswirtschaft.

Die anzunehmende Grundgesamtheit der zu Befragenden wurde demnach "in ausgedehnten Recherchen im Vorfeld ermittelt und in nun zu füllende Cluster unterteilt". Während des gesamten Erhebungszeitraums gelte es, die Verteilung auf die unterschiedlichen Bereiche der Veranstaltungswirtschaft zu überprüfen, um sicherzustellen, dass nicht nur quantitative, sondern auch qualitative Ergebnisse erzielt werden.

"Zähl dazu" richte sich ausdrücklich an alle Wirtschaftseinheiten der Branche, egal ob nur ein gewisser Prozentsatz der eigenen Tätigkeit der Veranstaltungswirtschaft zuzuordnen sei, ob man einen geringen Anteil an Eigenleistung erbringe, oder ob man lediglich vereinzelte Tage in dem untersuchten Sektor im Nebenerwerb aktiv sei.

"Für zielgerichtete Hilfsleistungen auf Länder- und Bundesebene und erfolgreiche Transformationsprozesse muss die Veranstaltungswirtschaft mit all ihren Besonderheiten so vollumfänglich wie möglich erfasst werden", betont die IGVW. Die "groß angelegte Studie" lege einen weiteren Grundstein für die Veranstaltungsbranche, "um nicht bei Konjunkturumfragen, nicht bei Berichterstattungen innerhalb der vielfältigen Medienlandschaft und auch nicht im Vergleich mit anderen Wirtschaftszweigen außen vor gelassen zu werden".