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Wohin geht die Reise? Musikindustrie plant digitale Kulturkonferenz

2020 machte die Corona-Pandemie dem Bundesverband Musikindustrie einen Strich durch die längst geplante Kulturkonferenz. Eine Präsenzveranstaltung kann auch 2021 nicht steigen, aber dennoch laden Florian Drücke und sein Team für den 13. April zum Gipfeltreffen. Der Keynote-Redner steht bereits fest.

29.03.2021 13:30 • von
Lädt 2021 zu einer virtuellen Kulturkonferenz: der BVMI-Vorstandschef Florian Drücke, hier bei der Kulturkonferenz 2019 (Bild: BVMI, Markus Nass)

2020 machte die Corona-Pandemie dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) einen Strich durch die längst geplante Kulturkonferenz, das Event fiel aus. Eine Präsenzveranstaltung kann auch 2021 nicht steigen, aber dennoch laden Florian Drücke und sein Team für den 13. April zum achten Gipfeltreffen des Branchenverbands. Ab 9.45 Uhr soll dann unter dem Motto "Musikindustrie 2021: Wohin geht die Reise?" live aus dem Futurium in Berlin gestreamt werden.

Dabei soll es um Themen gehen, "die unsere Branche derzeit besonders umtreiben", wie es in der Einladung heißt. Dazu zählen die Lage "nach zwölf Monaten Ausnahmezustand durch Corona" und Fragen rund um die Digitalisierung, aber auch der "Stand der Dinge bei der Umsetzung der DSM-Richtlinie in Deutschland".

Auch der Keynote-Redner steht bereits fest: Im Anschluss an eine Begrüßung durch den BVMI-Vorstandsvorsitzenden Florian Drücke übernimmt Patrick Mushatsi-Kareba, CEO Sony Music GSA, die offizielle Ansprache zum Gipfeltreffen von Pop und Politik.

Ab 10.30 Uhr stehen dann verschiedene Gesprächsrunden auf der Agenda: Zunächst führt René Houareau als Geschäftsführer Recht & Politik des BVMI durch eine aktuell besetzte Runde zum Urheberrecht, analysiert dabei den Stand im parlamentarischen Verfahren und will aufzeigen, wohin die Reise gehen kann. Erst kürzlich hatten der BVMI und der VUT bereits in einer Onlinerunde das Thema einer möglichen Verfassungsklage ins Spiel gebracht.

Anschließen will der BVMI aufzeigen, wie es abseits des Labelgeschäfts um die Musikwirtschaft steht. Dazu holt der Verband zahlreiche Vertreter aus unterschiedlichen Teilbereichen der kleinteilig organisierten Musikbranche mit an Bord. So spricht DMV-Geschäftsführerin Birgit Böcher hier für die Musikverleger, als Organisator der deutschen Aktivitäten zum Record Store Day vertritt Jan Köpke die Interessen des Tonträger-Fachhandels, BDKV-PräsidentJens Michow und Livekomm-Vorständin Pamela Schobeß analysieren die Lage der Konzertveranstalter und Klubbetreiber, und Lilli Stock, Geschäftsführerin von Just Music, beleuchtet die Lage im Musikalienhandel.

In weiteren Runde geht es um Fragen zum Thema KI und dessen mögliche Auswirkungen auf die Kultur- und Kreativwirtschaft, ums Produzieren von Musik mit KI oder Livekonzerte in virtuellen Welten, mit einem Vortrag von Sebastian Stober, der am Institut für Intelligente Kooperierende Systeme (IKS) der Otto-von-Guericke-University Magdeburg forscht und einer anschließenden Runde mit unter anderem Dominik Faber (Granola Studios) und Musikmanagerin Tessy Schulz.

Den Abschluss bildet dann eine "Politische Sneak Preview" mit unter anderem dem in den Bundestag strebenden Musikmanager Joe Chialo und dem Europapolitiker Christian Ehler.

Text: Knut Schlinger