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Clubcommission wertet Berliner Pilotprojekt als "ersten Schritt"

Vor circa 70 Zuschauern traten am 27. März Bison Rouge und Reecode im Säälchen im Holzmarkt in Berlin auf. Das Testkonzert ist eine Kooperation zwischen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Clubcommission in Zusammenarbeit mit dem Holzmarkt. Es sei "ein erster Schritt zur Wiederbelebung des Kulturbetriebs".

29.03.2021 13:05 • von Dietmar Schwenger
Teil eines Pilotprojekts: Bison Rouge live im Säälchen in Berlin (Bild: Jascha Müller-Guthof)

Vor circa 70 Zuschauern traten am 27. März 2021 Bison Rouge und Reecode im Säälchen im Holzmarkt in Berlin auf. Das Testkonzert, das vor einem zuvor negativ getestem Publikum stattfand, ist eine Kooperation zwischen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Clubcommission in Zusammenarbeit mit dem Holzmarkt. Es sei "ein erster Schritt zur Wiederbelebung des Kulturbetriebs".

Bei dem Pilotprojekt "Testing" erprobten die Initiatoren die Durchführung von Veranstaltungen in Verbindung mit Antigen-Tests. In der Vorbereitung des Events wurde Abläufe zwischen Ticketanbieter, Testzentren und dem Veranstaltungsort eng abgestimmt und schließlich bei der Pilotveranstaltung getestet. Die Zuverlässigkeit von Schnelltests sei in diesem Versuch jedoch nicht untersucht worden, daher mussten von den Besuchern Abstände eingehalten und Masken getragen werden.

"Auch wenn die Ergebnisse der verschiedenen Testdurchläufe mit den anderen Kultureinrichtungen und Veranstaltungsorten des Berliner Pilotprojekts umfassend ausgewertet werden sollen, kann aus Sicht der Clubcommission für den gestrigen Abend eine erfolgreiche Bilanz gezogen werden", heißt es aus der Hauptstadt.

"Dass der Kultur- und Clubbetrieb seit über einem Jahr weitestgehend still steht, ist nur schwer nachvollziehbar. Hygienekonzepte wie dieses sind durchdacht und reduzieren das Ansteckungsrisiko auf ein absolutes Minimum. Der Holzmarkt ist heute Abend sicherer als jedes Berliner Büro", sagt Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission.

Und Pamela Schobeß, Vorsitzende der Clubcommission, unterstreicht, dass der unter Beweis gestellt habe, dass Betreibern ein hohes Maß an Verantwortung bei der Durchführung von Veranstaltungen zugetraut werden könne. "Es braucht verlässliche Genehmigungsverfahren seitens der Politik, um weitere Modellprojekte zu ermöglichen."

Für Konstantin Krex, Sprecher vom Holzmarkt, stellen Identitätskontrollen und Covid-Tests jedoch keine dauerhafte Perspektive für die Clubkultur dar. "Dennoch sehen wir das Pilotprojekt als einen ersten wichtigen Schritt, um dem kulturellen Betrieb Hoffnung zu geben und zu einer gewissen Normalität zurückzukehren."