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LiveKomm errichtet Bundestiftung LiveKultur

Die LiveMusikKommission (LiveKomm) und der Berliner Verein Berlin Worx haben nach einjähriger Planungszeit die Bundesstiftung LiveKultur ins Leben gerufen, die unter anderem "bedeutsame Kulturräume" für den Livebetrieb sichern will.

29.03.2021 12:51 • von Dietmar Schwenger
Will Räume für Live sichern: die Stiftung LiveKultur (Bild: LiveKomm)

Die LiveMusikKommission (LiveKomm) und der Berliner Verein Berlin Worx haben nach einjähriger Planungszeit die Bundesstiftung LiveKultur ins Leben gerufen. Die Ziele der Stiftung seien die Sicherung von bedeutsamen Kulturräumen und Flächen, die Entwicklung von Förderkonzepten für die Livekultur sowie ihre Anerkennung als "wertige, schützenswerte und förderungswürdige Kultur", teilt die LiveKomm mit.

Ermöglicht wurde die Gründung durch eine Spende, die die Getränkemarke Jägermeister im Jahr 2020 im Rahmen ihrerr globalen #savethenight-Kampagne an Berlin Worx gegeben hat sowie durch Eigenmittel der LiveKomm.

"Die Krise hat uns nochmals gezeigt, die LiveKomm benötigt eine eigene "förderfähige" Struktur, um die gemeinnützigen Bestandteile unserer Verbandsarbeit auslagern zu können. Hierfür wurde nun eine Bundesstiftung LiveKultur auf Bundesebene errichtet, was mich sehr stolz macht", erläutert Karsten Schölermann, Vorsitzender der Bundestiftung LiveKultur. "Wir brauchen beispielsweise einen bundesweiten Schallschutzfonds. Darüber hinaus müssen wir Flächen anmieten, pachten oder erwerben, um sie dem Verwertungsdruck zu entziehen und sie dauerhaft der Livekultur widmen zu können."

Man müsse die Zukunftsfähigkeit von Clubs und kleinen Festivals sichern - ökologisch, ökonomisch, technisch und gesellschaftlich. Auch wolle die Stiftung die nächste Generation Clubbetreiber und Veranstalter ausbilden. "Auch in Sachen Innenstadt-Kultur kann die Stiftung als Träger fungieren und Urban-Spaces begründen", so Schölermann weiter.

Anna Blaich, stellvertretende Vorsitzende Bundesstiftung LiveKultur sowie zweite Vorsitzende des Regionalverbands EventKultur Rhein-Neckar, betont, dass die Sitftung mit Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und der Live-Branche nun die Stiftung Kulturräume für Musikclubs und Festivals sichern soll, um die Livekultur als Bestandteil der deutschen Kulturlandschaft zukünftig zu erhalten. "Werden die Livemusikspielstätten, und damit die von ihnen gebotenen Bühnen, nicht erhalten, verschwinden die ersten Auftrittsmöglichkeiten für Künstler:innen und damit ein Teil der kulturellen Diversität."

Neben Anna Blaich und Karsten Schölermann vertreten Felix Grädler (LiveKomm-Vorstand und Geschäftsführer halle02 in Heidelberg) und Bernd Strieder (stellvertretender Geschäftsführer des VPBy, Verband für Popkultur in Bayern) als weitere Vorstandsmitglieder die Bundesstiftung LiveKultur. Ein weiterer Vorstandsposten ist noch vakant und soll durch eine Frau besetzt werden.

Zudem wird der Vorstand zukünftig durch einen Stiftungsbeirat unterstützt, der sich aus Repräsentanten der Branche und der Politik zusammensetzen soll. Der Sitz der Bundesstiftung befindet sich im Schloss Alteglofsheim bei Regensburg, das bereits Sitz der Bayerischen Musikakademie und des VPBy ist.