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Charts KW 12: Triumph für Eisbrecher

Eisbrecher landen mit "Liebe Macht Monster" ihre zweite Nummer eins in den Top 100 Longplay, PA Sports rappt sich mit "Streben nach Glück" von null auf zwei, und sieben weitere Neueinsteiger schließen sich an. Bei den Singles kommt erneut niemand an Nathan Evans und dessen Hit "Wellerman" vorbei.

19.03.2021 15:49 • von Frank Medwedeff
Mit Power auf die Pole: Eisbrecher (Bild: Holger Fichtner)

Eisbrecher rocken sich mit "Liebe Macht Monster" direkt auf die Pole Position der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts. Die Band hatte es hier bereits 2017 per "Sturmfahrt" ganz nach oben gebracht.

Die 2003 gegründete Formation um Alex Wesselsky (Gesang) und Noel Pix (Gitarrist und Produzent) würdigt RCA Deutschland/Sony Music als "seit vielen Jahren fester Bestandteil der deutschen Charts". Für die Studioalben "Die Hölle muss warten" (2012) und "Schock" (2015) erhielt die Band jeweils Gold. "Schock" stieg auf Platz zwei in die Offiziellen Deutschen Charts ein und hielt sich dort 33 Wochen.

Noel Pix sagt zum aktuellen Triumph: "Ein Riesen-Dankeschön geht natürlich an all unsere treuen Eisbrecher-Liebhaber, die uns den langen Weg gefolgt und treu geblieben sind. Ohne euch sind wir nichts, besonders in diesen schweren Zeiten. Ich wünschte mir, wir könnten alle eine Riesen-Sause veranstalten und uns alle dem Anlass gebührend die Seele aus dem Leib bangen, das wird uns leider im Moment verwehrt, aber dieser Tag wird kommen, wir holen alles nach und dann mit Schmackes, das ist ein Versprechen!"

Alex Wesselsky ergänzt: "Mein Dank gilt allen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben."

Markus Hartmann, Vice President Ariola & RCA GSA bei Sony Music, kommentiert: "Nach dem sensationell erfolgreichen Coveralbum 'Schicksalsmelodien' schaffen Eisbrecher mit dem neuen Studioalbum 'Liebe Macht Monster' die verdiente Nummer 1. Dank einer konsequenten Digitalstrategie, der Partnerschaft mit ProSiebenSat1 und der tollen Single 'Im Guten Im Bösen' ist das sehr erfreulich für die Band und RCA."

Sam Bittner, Director Music & Live Entertainment bei Seven.One/Starwatch, liefert folgendes Zitat: "Nach dem großartigen Start dieser Reise mit Platz vier von 'Schicksalsmelodien' nun weiter auf Platz eins mit dem neuen Studioalbum zu segeln - das ist für uns alle eine große Freude. Es zeigt einmal mehr die Wichtigkeit einer breit aufgefächerten Marketing-Strategie. Eine starke Partnerschaft mit Sony/RCA und Eisbrecher. Weiter geht es."

Und Marc Huttenlocher, Head Of Marketing RCA Deutschland, meint: "Mit 'Liebe Macht Monster' hat die Band ein echtes Brett vorgelegt und ist im Rennen um DAS Rock-Album 2021 ganz vorne mit dabei. Entsprechend freut uns, dass wir damit bereits jetzt so viele HörerInnen erreicht haben."

"Streben nach Glück" heißt das neue Album von Rapper PA Sports, der damit in dieser Woche von null auf zwei schnellt. Weitere Neueinsteiger schließen sich an: Die Power- und Folk-Metaller Orden Ogan platzieren sich mit "Final Days" ad hoc auf Position drei. US-Rocker Rob Zombie kann auf Rang vier für "The Lunar Injection Kool Aid Eclipse Conspiracy" eine neue persönliche Bestmarke in den Offiziellen Deutschen Charts feiern. Auf fünf debütiert "Deutscher Oktober" vom Hamburger Rapper Disarstar.

Auch die Plätze sechs bis neun teilen sich Neuzugänge auf. Auf der sechsten Position taucht das Album "#Schlager" von Stereoact auf und auf der Sieben das neue Werk von Blackmore's Night, "Nature's Light". Selig schnellen mit "Myriaden" von null auf acht, und auf Listenplatz neun debütiert "All The Right Noises" von den britischen Hardrockern Thunder.

Kiss bringen es mit dem als limitierte Doppel-LP wiederveröffentlichten Sampler "Killers", der ursprünglich 1982 auf den Markt kam, auf Platz zehn.

Die kanadische Rockband Saga schafft es nach der ersten Verkaufswoche von "Symmetry", ihrem ersten neuen Studioalbum seit 2014, auf Rang elf.

Ebenfalls sofort in die Top 20 einreihen können sich noch Blutengel mit "Fountain Of Destiny" (14), The Crown und "Royal Destroyer" (17) sowie Pretty-Maids-Sänger Ronnie Atkins mit seinem Soloalbum "One Shot" (19).

Universal Music holt per Marktanteil von 33,1 Prozent die Führungsposition in der Vertriebsrangliste zu den Longplaycharts und verweist Sony Music (29,6 Prozent) an die zweite Stelle. Warner Music schließt sich mittels 16,1 Prozent auf der Drei an vor Believe/GoodToGo (13,5 Prozent) sowie Kontor/Edel (6,5 Prozent).

In den Top 100 Singles bleibt Nathan Evans mit "Wellerman" das Maß aller Dinge. Der Schotte hat mit seinem Shanty-Welthit nun insgesamt vier Wochen auf Platz eins in Deutschland zu Buche stehen.

Bausa und Apache 207 verweilen mit "Madonna" nach wie vor an zweiter Stelle, während sich "The Business" von Star-DJ Tiësto von sechs auf drei verbessert.

Masked Wolf steigert sich mit "Astronaut In The Ocean" von zehn auf vier. Platz fünf belegt wie in der Vorwoche "Ohne Dich" von Kasimir1441 und badmómzjay.

Der Rostocker Rapper Marteria ist höchster Neueinsteiger der Woche: Sein Titel "Niemand bringt Marten um" kommt auf Rang zehn.

Universal Music beschert ein Wochenanteil von 41,2 Prozent auch hier Platz eins der Distributorenrangliste. Warner Music (25,6 Prozent) belegt Position zwei knapp vor Sony Music (24,5 Prozent). Die Top 5 komplettieren Believe/GoodToGo (3,7 Prozent) und Kontor/Edel (2,2 Prozent).

Die "Bravo Hits 112" führen in der dritten Woche am Stück die Top 30 Compilations an. "Ich find Schlager toll - Frühjahr/Sommer 2021" hält Einzug auf Platz zwei und schiebt die "Schlagerchampions 2021" zurück auf drei.

Top-10-Einstiege legen auch noch "Die ultimative deutsche Schlager Hitparade Frühjahr/Sommer 2021" auf Position fünf sowie "Willkommen bei Carmen Nebel - Das Beste" (zehn) hin.

Sony Music hält im Vertriebsranking die Tabellenführung (44,0 Prozent). Universal Music rückt aber näher (39,9 Prozent). Warner Music rangiert auf Platz drei (12,5 Prozent) und hält Believe/GoodToGo (1,5 Prozent) sowie Kontor/Edel (1,2 Prozent) deutlich auf Abstand.