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Deutsche Grammophon gewinnt Gardiner zurück

Nach gut 20 Jahren arbeitet Sir John Eliot Gardiner wieder mit der Deutschen Grammophon zusammen. Zum Auftakt der erneuten Partnerschaft steht zunächst ein Auftritt auf der DG Stage an, zudem veröffentlichen die Klassikspezialisten eine mehr als 100 CDs starke Box mit den Aufnahmen des britischen Dirigenten.

12.03.2021 12:31 • von
Vertraut wieder auf die Deutsche Grammophon: Sir John Eliot Gardiner (Bild: iliya Olkhovaya)

Nach einer Pause von gut 20 Jahren, in denen der Dirigent unter anderem 2005 sein eigenes Label gründete, arbeitet Sir John Eliot Gardiner wieder mit der Deutschen Grammophon zusammen. Zum Auftakt der erneuten Partnerschaft steht zunächst ein Auftritt auf der DG Stage an: Dazu bringen Gardiner, der Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists die "Johannes-Passion" von Johann Sebastian Bach auf die Bühne des Sheldonian Theatre in Oxford. Die Aufführung soll am 2. April 2021 ab 15 Uhr auf der Onlineplattform der DG zu erleben sein.

Zudem veröffentlichen die Klassikspezialisten aus dem Hause Universal Music eine 104 CDs starke Box mit den gesamten Aufnahmen des britischen Stardirigenten für die Deutsche Grammophon und Archiv Produktion: "John Eliot Gardiner - Complete Recordings on Archiv Produktion & Deutsche Grammophon" soll am 21. Mai erscheinen.

"Es ist ganz wunderbar, dass die Zusammenarbeit mit Deutsche Grammophon nun, nach einer Pause von mehr als 20 Jahren, wieder aufgenommen wird«, lässt Gardiner selbst wissen, während Clemens Trautmann, President Deutsche Grammophon, darauf verweist, dass Sir John Eliot Gardiner "zweifelsohne ein Musiker" sei, "der Deutsche Grammophon und unser Archiv-Label geprägt hat mit seinen bahnbrechenden Aufnahmen". Es sei dem DG-Team "eine Ehre, an diese großartige Diskografie anzuknüpfen, eine Retrospektive seines Schaffens zu veröffentlichen und die Neueinspielung der Johannes-Passion mit seinen langjährigen Partnern, dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists, einem globalen Publikum zu präsentieren".

In den späten 70er-Jahren hatte Gardiner erstmals bei einer bei Archiv veröffentlichten Aufnahme von Händels "Acis und Galatea" mit einem Label der heutigen Universal Music gearbeitet.