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Sybil Franke und Michael Hapka diskutierten über Öffnungskonzepte

Bei einer digitalen Gesprächsrunde in Berlin machten sich Velomax-Geschäftsführerin Sybil Franke und der einstige AEG-Manager Michael Hapka Sorgen über den Neustart der Livebranche. "Wir müssen uns nicht nur fragen, wann wir wieder veranstalten, sondern vor allem mit beziehungsweise ohne wen", formulierte Franke.

12.03.2021 11:58 • von Dietmar Schwenger
Sorgt sich um fehlende Mitarbeiter beim Neustart: Velomax-Chefin Sybil Franke (Bild: Velomax)

Bei einer digitalen Gesprächsrunde in Berlin machten sich am 11. März 2021 Velomax-Geschäftsführerin Sybil Franke und der einstige AEG-Manager Michael Hapka Sorgen über den Neustart der Livebranche. Laut Franke müsse man sich nicht nur die Frage stellen, wann man wieder veranstalte, "sondern vor allem auch mit - oder ohne wen. Wir haben schon jetzt die ein oder anderen Mitarbeiter*innen und Dienstleister*innen verloren. Was das angeht, sind wir leider noch nicht am Ende."

Bei dem Gespräch ging es vor allem um die Frage, wie eine tragbare und verantwortungsbewusste Öffnungsstrategie von Spielstätten 2021 aussehen könnte. Hapka erläuterte: "Wir haben als Branche im letzten Jahr stark gelitten, aber auch viel erreicht im Sinne der Vernetzung. Und dennoch haben wir es als Branche verpasst unsere Stellung politisch zu verbessern, um vielleicht vor den Baumärkten an den Start gehen zu können. Dafür hat das Jahr nicht gereicht." Dennoch hält Hapka einen Wiederbeginn "unter Subventionierung für Venues und Veranstalter nach Ostern" weiterhin für möglich und nötig.

Und Björn Doering, Vorsitzender des Vereins für Popkultur, der zu dem monatlichen Abend der "Popkulturkneipe" eingeladen hatte, betont: "Wir wissen es nicht erst seit 2020, aber dafür nun umso deutlicher: der Kulturszene in Deutschland fehlt es an politischer Lobby. Wir als Verein für Popkultur können das mit der Popkulturkneipe nicht von heute auf morgen ändern, das wissen wir. Wir wollen aber unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich professioneller und unkomplizierter, vielleicht auch barrierefreier miteinander zu vernetzen und Expertise von Menschen einzuholen, an die man so vielleicht nicht immer herankommt. Klar ist: wir schaffen das als Kulturszene, aber auch als Gesellschaft, nur gemeinsam."