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ILMC zog gut 1500 virtuelle Fachbesucher an

An der 33. ILMC und den beiden vorgeschalteten Subkonferenzen IPM sowie GEI nahmen insgesamt 1527 Fachbesucher teil - davon 1089 allein bei der ILMC. Die Veranstalter zählten zudem, dass jeder Teilnehmer durchschnittlich 18 Stunden bei der Konferenz verbrachte.

08.03.2021 16:23 • von Dietmar Schwenger
Zufrieden mit der virtuellen ILMC: Greg Parmley (Bild: Screenshot, ILMC)

An der 33. ILMC und den beiden vorgeschalteten Subkonferenzen International Production Meeting (IPM) sowie Green Events And Innovations Conference (GEI) nahmen insgesamt 1527 Fachbesucher teil - davon 1089 allein bei der ILMC. Die Veranstalter um Greg Parmley zählten zudem 6412 Onlineunterhaltungen zwischen den Delegierten der ILMC.

Durchschnittlich verbrachte jeder Teilnehmer demnach 18 Stunden und drei Minuten bei der Konferenz, die rein virtuell vom 3. bis 5. März 2021 stattfand. 99 Prozent der Leute, die ein Ticket erworben hatten, nahmen dann auch an der Konferenz teil - etwas mehr als bei den physischen Ausgaben der Londoner Livekonferenz in den vergangenen Jahren, wie MusikWoche auf Nachfrage erfuhr.

"Unsere erste virtuelle ILMC zog eine ähnliche Anzahl von Fachbesuchern an wie die physischen Ausgaben zuvor", sagt Greg Parmley. "Das unterstreicht, wie wichtig es ist, die Branche zusammenzubringen, Informationen auszutauschen, zu debattieren und sich zu vernetzen. Die bestimmenden Themen der Konferenz waren Relevance, Nachhaltigkeit und Diversität. Es gab eine greifbare Übereinkunft dafür, dass das Business in vielerlei Hinsicht besser sein muss als bislang, wenn es zurückkommt. Es waren ein paar positive und vorwärtsgerichtete Tage, die erneut die Widerstandsfähigkeit und die Kreativität der Branche gezeigt haben."

Darum ging es auch am letzten Konferenztag, auch wenn die Verantwortlichen der internationalen Festivals vor allem von den großen Herausforderungen sprachen, vor denen sie stünden. Jessica Ducrou von der australischen Secret Sounds Group klagte etwa, dass trotz der niedrigen Fallzahlen in Australien wegen der strikten Einreisebestimmungen weder internationale Künstler noch Zuschauer ins Land kommen könnten.

Selbiges gelte auch für Südkora, wo man keine Tourneen von internationalen Acts ausrichten könne, wie Tommy Jimho Yoon von der International Creative Agency ausführte. Für Großbritannien erklärte James King von AEG Presents, dass die Situation trotz der fortschreitenden Impfung alles andere als einfach sei, aber man werde überleben.

In einer weiteren Festival-Runde sprach Fruzsina Szép (Goodlive/Superbloom) mit Kaptin Barrett (Boomtown Fair), Philippe Cornu (Berne Gadget abc Entertainment), Michal Kascak (Pohoda Festival), Sara Maria Kordek (Good Taste Production) und Dusan Kovacevic (Exit Festival) darüber, wie sie künftig ihre Festivals weiter verbessern wollen - etwa in Hinblick auf die Einbeziehung der Besucher oder Diversität.

In einer Runde zum Thema "Safety & Security" stellten die Panelisten verschiedene Maßnahmen wie Schnelltests, Impfbestätigungen oder sonstige Hygienekonzepte vor. Dazu gehörte etwa auch das Engagement von Mitarbeitern, die bei Indoor-Shows eigens darauf achten, dass Maskenzwang und Abstände eingehalten werden. Gleichzeitig warnte der italienische Veranstalter Claudio Trottta (Barley Arts) davor, dass man Besucher von Veranstaltungen nicht in ein "Gefängnis" schicken dürfe, denn letztlich ginge es doch um Spaß und Vergnügen bei den Events.

Beim Panel "Rock: The Mother Of Reinvention" gab unter anderem Günther Beer von der österreichischen Cobra Agency darüber Auskunft, wie man als Veranstalter mit Package-Tourneen auf die Knappheit bei Spielstätten und Slots im Jahr 2022 reagieren könne.

Weitere Runden am ILMC-Freitag beschäftigten sich mit Live-Streaming, geistiger Gesundheit, Sponsoring, Geschlechtergleichheit, der Generation Z oder dem Einfluss schwarzer Musik auf die britische Kultur. Beim "Futures Forum: Meet The New Bosses" hatten junge Veranstalter und Agenten wie in den Vorjahren die Möglichkeit. etwas über sich und ihre Karriere zu erzählen.