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Sony Music und Turning Tables offerieren Workshops

Sony Music und die Organisation Turning Tables realisieren in Partnerschaft Workshops für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Berlin, bei denen sie lernen, eigene Songs zu schreiben und aufzunehmen sowie Musikvideos und kurze Filme zu produzieren. Dabei vermittelt unter anderem Rapper Prinz Pi seine Erfahrungen.

04.03.2021 17:21 • von Frank Medwedeff

Sony Music ist offizieller Partner von Turning Tables, einer Non-Profit-Organisation, die sich mit Musik und Film dafür einsetzt, marginalisierten jungen Menschen eine Stimme zu geben. Durch die Partnerschaft möchten Sony Music und Turning Tables Kinder und Jugendliche aus den Berliner Stadtteilen Schöneberg und Kreuzberg fördern. Unter Anleitung von ehrenamtlichen Coaches, erfahrenen Jugendsozialarbeiter*innen und etablierten Künstler*innen lernen die Projektteilnehmer*innen demnach bei Turning Tables, eigene Songs zu schreiben und aufzunehmen sowie Musikvideos und kurze Filme zu produzieren. Das Projekt wird durch den Fonds Soziokultur e.V. mit Mitteln des von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien beschlossenem "Neustart Kultur"-Programms gefördert und durch finanzielle Unterstützung von Sony Music realisiert.

Das gemeinsame Projekt von Turning Tables und Sony Music finde in enger Zusammenarbeit mit lokal verankerten Trägern der Jugendsozialarbeit statt und soll voraussichtlich schon Mitte März beginnen. Der mehrmonatige Coachingverlauf richte sich sowohl an Laien, als auch an fortgeschrittene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von neun bis zu 27 Jahren.

In den verschiedenen Modulen des Workshops führen, wie Sony Music berichtet, Künstler*innen die Teilnehmenden an Themen wie Songwriting, Beatmaking und Rap sowie an die Film- und Musikvideoproduktion heran und unterstützen sie dabei, eigene Songs und Videos zu produzieren. Aus dem Hause Sony Music komme unter anderem tatkräftiger Kreativsupport vom Rap-Künstler Prinz Pi. Am Ende winke die Chance, den eigenen Song in den Tonstudios von Sony Music aufzunehmen.

Mit dem Einzug seines Hauptquartiers in Berlin-Schöneberg im September 2020 sei es Sony Music zum Anliegen geworden, Talente auch lokal zu fördern, indem Know-How aus der Musikbranche und Teile der Infrastruktur, wie etwa das neu geschaffene Tonstudio, zur Verfügung gestellt werden. In diesem Zusammenhang war Sony Music, wie der Major anmerkt, auf der Suche nach einem anerkannten und kompetenten Partner, der bereits mit Jugendlichen in Schöneberg und Kreuzberg in Kontakt sei.

Die von Turning Tables "bereits mehrfach ausgezeichneten und weltweit erprobten Ansätze basieren auf zeitgemäßen, kreativen Lernkonzepten und der bewährten Methode, zeitgenössische Musik als Handlungsgrundlage in der aufsuchenden Jugendsozialarbeit zu instrumentalisieren", wie es weiter aus Berlin heißt. Durch die Realisierung von innovativen Musik- und Filmprogrammen fördere die in Dänemark gegründete NGO weltweit den interkulturellen Dialog und engagiere sich lautstark für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Der deutsche Ableger befindet sich in Berlin.

Patrick Mushatsi-Kareba, CEO von Sony Music GSA, sagt: "Als Unternehmen setzen wir uns für Chancengleichheit, Inklusion und Vielfalt in der Musikindustrie ein. Diese Werte erkennen wir in den Projekten von Turning Tables wieder. Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben sowie allen eine Chance auf Gleichberechtigung. Eine zukunftsorientierte Gesellschaft kann nur überleben, wenn man in die Jugend und in die Kultur investiert und Räume für soziale Inklusion schafft. Die Arbeit von Turning Tables ist notwendig, und wir freuen uns sehr auf die bevorstehenden Workshops mit den Kids."

"Wir sind total aufgeregt und freuen uns riesig auf die Zusammenarbeit. In unserer Arbeit geht es darum, jungen Menschen eine Vielfalt an Perspektiven aufzuzeigen, kreative Impulse zu setzen und ihnen eine Plattform und einen Anreiz dafür zu geben, sich in neuen gesellschaftlichen Zusammenhängen zu engagieren," so Normen Domann, Geschäftsführer der gemeinnützigen Turning Tables Deutschland UG. "Es ist natürlich toll für die Kids, wenn diese Impulse von bekannten Künstler*innen wie Prinz Pi gesetzt werden, und ein Unternehmen wie Sony Music das Projekt supportet."

Prinz Pi fügt hinzu: "Vielleicht ist Musik das beste und stärkste Sprachrohr einer jeden Generation. Sie macht aus schwer greifbaren Stimmungen und Emotionen Songs; wenn man sie hört, helfen sie beim Verständnis. Ich möchte mich dafür einsetzen, Jugendlichen zu helfen, ihre Sprache zu finden."

Mechthild Eickhoff, Geschäftsführerin des Fonds Soziokultur e.V., erläutert: "Der Fonds Soziokultur fördert bundesweit besondere Vorhaben, die Kultur und Gesellschaft zusammendenken. Dass Kultur jeden Tag durch jeden entstehen kann, dazu tragen Projekte wie das von Turning Tables passgenau bei. Passgenau, weil sie mit leidenschaftlichen Künstlerinnen und Künstlern vieler Sparten und zusammen mit Profis aus der sozialen Arbeit für und mit Jugendlichen auf hohem Niveau produzieren, was diese selbst erfinden. Wir sind gespannt auf die Arbeit und sicher, dass Turning Tables Vorbild für zahlreiche andere Aktionen und Akteur*innen sein kann."

Die Turning-Tables-Partnerschaft sei das jüngste in einer Reihe von Programmen, die Sony Music durch den globalen 100-Millionen-Dollar-Fonds für soziale Gerechtigkeit ins Leben gerufen habe, und folge auf den Umzug des europäischen Hauptsitzes nach Berlin im September 2020.