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Charts KW 9: Kool Savas siegt zum Jubiläum

Mit dem Album "Aghori" feiert Rapper Kool Savas seine sechste Nummer eins in den Top 100 Longplay und zugleich 20-jähriges Jubiläum in den Offiziellen Deutschen Charts. Bei den Singles sind Bausa und Apache 207 mit ihrer Kollaboration "Madonna" nicht zu bremsen und stoßen Nathan Evans und dessen Hit "Wellerman" vom Thron.

26.02.2021 16:34 • von Frank Medwedeff
Von Sony-Music-Boss Patrick Mushatsi-Kareba als "Legende in Topform" gerühmt: Kool Savas (Bild: Sony Music)

Kool Savas landet mit "Aghori" direkt auf dem Gipfel der Top 100 Longplay. Es ist hier insgesamt schon die sechste Nummer eins für den Rapper. Zuvor siegte er hier mit den Soloalben "Aura" (2011), "Märtyrer" (2014) und "KKS" (2019), 2012 in Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo unter dem Projektnamen Xavas mit "Gespaltene Persönlichkeit" sowie 2017 mit "Royal Bunker", einem Gemeinschaftswerk mit Sido. Zugleich kann Kool Savas in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum in den Offiziellen Deutschen Charts feiern: Anno 2001 hatte er hier mit der Single "That Smut Part 2" als Kollaborationspartner von Smut Peddlers auf Rang 73 seinen ersten Eintrag, wie GfK Entertainment bestätigt.

Kool Savas sagt zu seinem aktuellen Triumph: "Nach 25 Jahren im Rapgame konnte ich in Zusammenarbeit mit meinem Managementteam um Richard Huth und der herausragenden Leistung der Sony Music mit meinem aktuellen Album 'Aghori' ein neues Plateau erreichen und möchte meine Dankbarkeit mit einem Zitat aus meiner Single 'AMG' zum Ausdruck bringen: 'Träume wurden zu Erfolg und danach eingerahmt'".

Thorsten Sack, Senior Director Artist & Label Services bei Sony Music Entertainment, meint: "Es macht uns extrem stolz, dass wir Kool Savas bei der nun dritten gemeinsamen Album-Nummer-1 in Folge mithelfen konnten. Dieser Erfolg ist mehr als verdient und zeigt, welche Ausnahmestellung Savas im deutschen Rap-Business innehat."

Patrick Mushatsi-Kareba, CEO Sony Music Entertainment GSA, liefert folgendes Statement: "Wir sind überglücklich und stolz, Savas bei einem weiteren Höhepunkt seiner illustren Karriere als sein Team zur Seite zu stehen. 'Aghori' schreibt die Geschichte fort, ist ein Manifest einer Legende in Topform."

Mit Finch Asozial sichert sich ein weiterer Repräsentant der Deutschrap-Szene Platz zwei. Sein neues Album trägt den Titel "Fliesentisch Romantik 2". Die Glasgower Postrock-Band Mogwai entert die deutsche Albumhitliste mit "As The Love Continues" auf dem Bronzeplatz.

Und auch Position vier nimmt ein Neuzugang ein: der Longplayer "Maere" von der österreichischen Post-Black-Metal-Combo Harakiri For The Sky. Somit fällt der Champion der letzten Woche, Schiller, mit "Summer In Berlin" auf Rang fünf zurück.

Auf der Sechs stehen bleiben die Foo Fighters mit "Medicine At Midnight". Die australische Musikerin Tash Sultana steigt mit "Terra Firma" an siebter Stelle ins deutsche Chartsgeschehen ein.

Ein Klassik-Album ist neu gelistet auf Platz acht: "Baroque Arias For Horn (Beyond Words)" von Felix Klieser und den Chaarts Chamber Artists. Und Anne-Sophie Mutter, John Williams und die Wiener Pahilharmoniker folgen mit "John Williams In Vienna" (inklusive "John Williams Live In Vienna") auf Rang neun (Vorwoche: elf).

Die Top 10 rundet ein Wiedereinsteiger ab: "Saddle Up" von der Schweriner Punkband First Arsch, ein 1992 aufgenommenes Album, auf dem der spätere Rammstein-Frontmann Till Lindemann Schlagzeug spielt und singt.

Eine geschlossene Neueinsteiger-Riege auf den Rängen 13 bis 15 bilden Whitesnake mit "The Blues Album" im "2020 Remix", der Schweizer Rapper Monet192 und dessen Werk "Four Seasons" sowie die Tindersticks mit "Distractions".

Nächster Neuzugang ist dann auf Platz 20 "Ominous" von den schwedischen Gothic-Metallern Lake Of Tears.

Sony Music nimmt mit 42,2 Prozent Marktanteil in dieser Woche die Spitzenposition in der Vertriebsrangliste ein und verweist Universal Music (23,4 Prozent) auf Rang zwei. Warner Music kommt auf 15,7 Prozent und belegt damit Rang drei vor Believe/GoodToGo (7,7 Prozent) und Kontor/Edel (6,1 Prozent).

In den Top 100 Singles brettern Bausa und Apache 207 mit ihrem gemeinsamen Track "Madonna" geradewegs auf die Pole Position. Für Bausa ist dies der zweite Nummer-eins-Hit nach seinem Überflieger "Was du Liebe nennst", der laut GfK Entertainment mit neun Wochen weiterhin den Rekord für den am längsten an der Spitze platzierten deutschsprachigen HipHop-Titel hält. Apache 207 kann sich bereits über seine neunte Single auf dem Charts-Thron freuen.

Vorwochensieger Nathan Evans belegt mit "Wellerman" nun Rang zwei. Ebenfalls um eine Stelle nach unten geht es für Kasimir1441 & badmómzjay mit "Ohne Dich" (von zwei auf drei).

Tiëstos "The Business" findet sich unverändert auf Position vier. Als Neueinsteiger auf Rang fünf gelangen Nimo und Luciano mit ihrer Kollaboration "Bad Eyez".

Samra sendet eine "SMS" und landet damit auf Rang sechs als dritthöchster und letzter Neuzugang in den Top 10.

Universal Music hat hier die Führungsrolle im Distributorenranking inne mittlels 37,1 Prozent Wochenanteil. Sony Music sichert Rang zwei (27,0 Prozent) knapp gegenüber Warner Music (26,1 Prozent). Die Top 5 komplettieren Believe/GoodToGo (4,4 Prozent) sowie Kontor/Edel (2,5 Prozent).

Die "Schlagerchampions 2021" weiten ihre Regentschaft in den Top 30 Compilations auf mittlerweile fünf Wochen aus. "Bravo - The Hits 2020" klettert wieder von drei auf zwei und tauscht den Platz mit den "Club Sounds Vol. 95".

Einziger Neueinsteiger in den Top 10 ist auf Position fünf die bei Telamo erschienene Zusammenstellung "Seelengold: Musik für gemeinsame Momente".

Die Vertriebsrangliste sieht hier weiterhin Sony Music anhand eines Marktanteils von aktuell 43,1 Prozent vorn, gefolgt von Universal Music (27,2 Prozent), Warner Music (17,0 Prozent), Kontor/Edel (3,8 Prozent) sowie dem Bertus Musikvertrieb (1,3 Prozent).