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Hamburg stockt Gagenfonds um 250.000 Euro auf

In Hamburg geht der von der Behörde für Kultur und Medien um Senator Carsten Brosda getragene und zusammen mit RockCity entwickelte Hamburger Gagenfonds in die dritte Förderrunde. Die Hansestadt stellt dafür weitere 250.000 Euro zur Verfügung und erhöht den Etat auf insgesamt 750.000 Euro.

26.02.2021 12:19 • von
Will mit weiteren 250.000 Euro für den Hamburger Gagenfonds auch ein Zeichen dafür setzen, dass Kultur nicht umsonst ist: Kultursenator Carsten Brosda (Bild: Bertold Fabricius)

In Hamburg geht der von der Behörde für Kultur und Medien um Senator Carsten Brosda getragene und zusammen mit RockCity Hamburg entwickelte Hamburger Gagenfonds in die dritte Förderrunde. Die Hansestadt stellt dafür weitere 250.000 Euro zur Verfügung und erhöht den Etat auf insgesamt 750.000 Euro. Ziel des Programms ist es auch weiterhin, "Musikerinnen, Musikern und künstlerischen DJs der Hansestadt Hamburg in Zeiten der immensen, coronabedingten Einschränkungen über die Soforthilfen hinaus finanziell zu unterstützen".

In den ersten beiden Förderrunden von Oktober bis Dezember 2020 seien rund 1000 Anträge auf Gagenaufstockung gestellt worden, von denen bereits 80 Prozent bewilligt werden konnten, heißt es aus Hamburg, wo man auch weitere Zahken zum Programm nennt: So lag der Anteil der Musikerinnen und Musiker bislang bei etwa 80 Prozent, der Anteil der DJs bei etwa 20 Prozent. Rund 30 Prozent der Musikschaffenden kamen aus dem Bereich Jazz, 70 Prozent aus der Popularmusik. Die Verteilung von physischen und virtuellen Konzerten habe bei jeweils 50 Prozent gelegen.

Musikerinnen, Musiker und DJs aus der Hansestadt sollen am 1. März ab dem frühen Nachmittag erneut Hilfen beim Hamburger Gagenfonds beantragen können, die neue Förderrunde läuft bis einschließlich 30. April 2021. Anträge, Details und Förderrichtlinien dazu auf den Onlineseiten von RockCity.

"Mit dem Gagenfonds haben wir zusammen mit RockCity ein Instrument auf den Weg gebracht, mit dem wir nicht nur den coronabedingten Ausfall von Einnahmen etwas kompensieren, sondern ganz gezielt auch eine Gage für die Produktion von Kunst und Kultur bezahlen", fasst Carsten Brosda zusammen, Senator für Kultur und Medien. Damit komme diese Hilfe direkt bei den Musikerinnen und Musikern an. "Zudem geben wir ein klares Zeichen, dass auch in Zeiten des Streamings Kultur nicht umsonst ist und unterstützen den in der Musikwirtschaft so immens wichtigen Livesektor." Laut Andrea Rothaug, Geschäftsführerin RockCity Hamburg, wurde der Gagenfonds "überwältigend gut angenommen". Das Programm helfe schließlcih "genau da, wo 70 Prozent der Einnahmen der Musikszene normalerweise herkämen: im Livebereich!"