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Jahresumsatz von Live Nation geht um 84 Prozent zurück

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 kommt Live Nation auf einen Umsatz von 1,86 Milliarden Dollar, das sind 84 Prozent weniger als 2019. Im Vergleich des vierten Quartals 2020 mit dem Vorjahreszeitraum ergibt sich gar ein Umsatzeinbruch von 92 Prozent.

26.02.2021 10:41 • von Dietmar Schwenger
Will im Sommer wieder mit Konzerten starten: Michael Rapino, CEO Live Nation (Bild: Sebastian Arzt)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 kommt Live Nation auf einen Umsatz von 1,86 Milliarden Dollar, das sind 84 Prozent weniger als 2019. Im Vergleich des vierten Quartals 2020 mit dem Vorjahreszeitraum ergibt sich gar ein Umsatzeinbruch um 92 Prozent auf 237,3 Millionen Dollar, der Rückgang beim Ticketingumsatz betrug 98 Prozent. Auch die Einnahmen aus dem Sponsoring sanken pandemiebedingt um 68 Prozent.

Die Verluste beim Adjusted Operating Income betragen im Konzertbereich im Jahr 2020 insgesamt 638,8 Millionen Dollar, beim Ticketing sind es minus 374,6 Millionen Dollar und das Segment Sponsorship & Advertising nennt Verluste von 81,9 Millionen Dollar.

Mit einem dank verschiedenen Kapitalaktionen auf 643 Millionen Dollar angewachsen Finanzkissen und mit einer Verschuldungskapazität von 962 Millionen Dollar sei das Unternehmen aber gut aufgestellt, um die Zeit bis zur Rückkehr von Konzerten zu überstehen. Dazu hätteen auch andere Maßnahmen wie die drastischen Reduzierung der operativen Kosten oder die Zwangsbeurlaubung von Mitarbeitern beigetragen, wie Live Nation mitteilt.

Dass bis Juni 2021 alle US-Bürger Zugang zu Impfstoffen haben sollen, sieht Live Nation als gute Nachricht. So rechnet CEO Michael Rapino in diesem Jahr "eher mit einem regionalen Modell" beim Touring, wie er bei einer Telefonkonferenz bei der Bekanntgabe der Zahlen erläuterte. "Wir haben scheinbar jeden Tag einen neuen Bundesstaat oder Land, dass darüber spricht, wieder öffnen zu wollen." Er rechne damit, im Sommer im Süden der USA mit Konzerten anfangen zu können, im November könnten dann alle Beschränkungen fallen. "Wir sind jetzt optimistischer als noch vor einem Monat."