Unternehmen

Spotify-Aktie erlebt Höhenflug

Ob es nun der neu angekündigte Podcast mit Barack Obama und Bruce Springsteen war, die Aussicht auf den Start in mehr als 80 neuen Märkten oder auf ein HiFi-Abo: Mit dem "Stream On"-Event hat Spotify bei den Börsianern offenbar den richtigen Ton getroffen. Zumindest schnellte die Aktie zwischenzeitlich auf ein Allzeithoch.

23.02.2021 12:41 • von
Schulterschluss: Spotify veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma von Barack und Michelle Obama, Higher Ground, einen neuen Podcast des Ex-US-Präsidenten zusammen mit Rockstar Bruce Springsteen (Bild: Spotify)

Ob es nun der neu angekündigte Podcast mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und dem Rockstar Bruce Springsteen war, die unter dem Namen "Renegades: Born in the USA" einen gemeinsamen Podcast starten, ob es die Aussicht auf den Start in mehr als 80 neuen Märkten war, die Erweiterung der Angebotspalette um ein HiFi-Abo, der Verweis auf die vielen Tools für Kreativschaffende und ihre Partner, oder gar die gleich zwölf neuen, deutschsprachigen Podcast-Originale, die Spotify vorstellte: Mit der Präsentation unter dem Motto "Stream On" haben CEO Daniel Ek und sein Team am 22. Februar 2021 bei den Börsianern ganz offenbar den richtigen Ton getroffen.

Zumindest schnellte die Spotify-Aktie an der New Yorker Nasdaq zwischenzeitlich auf einen Kurs von mehr als 387 Dollar, und erreichte damit ein Allzeithoch in der bisherigen Börsenhistorie des Unternehmens. Im weiteren Verlauf des Handelstages gab der Spotify-Kurs allerdings wieder nach, und schloss schließlich bei knapp 350 Dollar. Damit rangierten die Papiere indes immer noch um mehr als das Dreifache über dem Tiefstwert der vergangenen 52 Wochen, der Mitte März 2020 bei nur knapp 110 Dollar erreicht wurde.

Vorübergehend war Spotify damit an der New Yorker Börse rund 72 Milliarden Dollar wert, schlussendlich immerhin noch rund 66,5 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: der französische Vivendi-Konzern veräußerte zuletzt in zwei Tranchen zusammen 20 Prozent an seiner Musiktochter Universal Music bei einer Bewertung von 30 Milliarden Euro; umgerechnet zu aktuellen Kursen vom 23. Februar wären das knapp 36,5 Milliarden Dollar oder rund die Hälfte der zwischenzeitlichen Spotify-Höchstbewertung.