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Großbritannien stellt Öffnungsszenario für Konzerte vor

Der britische Premierminister Boris Johnson hat angekündigt, den Livebetrieb ab Mai 2021 mit Beschränkungen wieder aufzunehmen. Ab Juli könnten dann alle Restriktionen wegfallen.

23.02.2021 11:18 • von Dietmar Schwenger
Kündigte einen Wegfall aller Restriktionen an: UK-Premierminister Boris Johnson (Bild: Imago, I Images)

Der britische Premierminister Boris Johnson hat angekündigt, den Livebetrieb ab Mai 2021 mit Beschränkungen wieder aufzunehmen. Ab Juli könnten dann alle Restriktionen wegfallen. Das sieht ein "vorsichtiger", vierstufiger Plan zur Wiederöffnung des gesellschaftlichen Lebens vor, den die UK-Regierung am 22. Februar vorstellte. Dazu gehört, dass sich bereits ab dem 29. März sechs Leute oder zwei Haushalte im Freien treffen dürfen.

Im zweiten Schritt würden dann Spielstätten, Sportstadien und Restaurants wieder geöffnet - allerdings mit Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen. So dürfen maximal 1000 Leute oder 50 Prozent Innenveranstaltungen besuchen, bei Draußen-Veranstaltungen wären es 4000 Leute oder ebenfalls 50 Prozent. Falls es bei Veranstaltungen im Freien eine Bestuhlung gibt, betrüge die Kapazität 10.000 Besucher oder 25 Prozent der Kapazität.

Wenn frühestens am 21. Juni der vierte Schritt folgt, dürften auch Clubs wieder öffnen und die Beschränkungen bei der Kapazität würden wegfallen. Dieser Wegfall der Beschränkungen soll allerdings auch von den Resultaten einer Studie abhängen, bei der bei verschiedenen Pilotprojekten getestet werden soll, wie effektiv Einlasstests sind oder ob eine Reduzierung des Mindestabstands Folgen hat.

Auch hängen die vier Schritte wesentlich davon ab, dass das Impfprogramm so weiterläuft wie bislang, und dass es ausreichend effektiv die Rate der Erkrankungen und Sterbefälle reduziere, wie Bors Johnson betonte. Auch dürfe das Gesundheitssystem nicht überlastet werden und die Mutationen des Virus müssten unter Kontrolle bleiben.

Die UK-Livebranche begrüßte zwar den Plan, gab sich aber enttäuscht, dass sie bei dem vorgestellten Szenario als letztes dran sei. Der kürzlich gegründete, übergreifende Verband LIVE teilt etwa mit, dass die Hilfsprogramme für Unternehmen und Personen fortgesetzt werden müssten. Auch brauche die Livebranche spezielle Hilfsporgramme, wenn die allgemeinen Fördermaßnahmen abgebaut würden.