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Bayerische Klassikkünstler bereiten Eilantrag vor

Für den Fall, dass die Kultur bei den nächsten Lockerungen beim Lockdown übergangen wird, will die bayerische Initiative "Aufstehen für die Kunst" einen Eilantrag vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) einbringen, um Opernhäuser zu öffnen.

22.02.2021 10:51 • von Dietmar Schwenger
Macht sich für eine Wiederöffnung stark: der Sänger Christian Gerhaher (Bild: Gregor Hohenberg, Sony Classical)

Für den Fall, dass die Kultur bei den nächsten Lockerungen beim Lockdown übergangen wird, will die bayerische Initiative "Aufstehen für die Kunst" einen Eilantrag vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) einbringen, um Opernhäuser zu öffnen. Gegenüber der dpa sagte Opernsänger Christian Gerhaher, dass sich die darstellenden Künste seit März 2020 eigentlich durchgehend in irgendeiner Art Lockdown befänden. "Das darf so nicht weitergehen."

Gerhaher beruft sich auf Studien, die gezeigt hätten, dass bei Inzidenzwerten von 50 sogar eine komplette Öffnung von Opernhäusern und Konzertsälen mit vergleichsweise geringem Risiko möglich sei. Diese lange geschlossen zu halten, sei "ungerechtfertigt".

Der Sänger, der zugleich auch Professor an der Münchner Musikhochschule ist, hat zudem mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter, dem Opernsänger und Regisseur Rolando Villazón sowie dem Dirigenten Kent Nagano prominente Mitstreiter gefunden. Sie alle fordern, dass Kunst und Kultur in ihrer Bedeutung auf eine Stufe gestellt werden sollen mit der Versammlungs- und Religionsfreiheit. "Wir wollen eine Gleichbehandlung."