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Neuer zentraler UK-Liveverband gegründet

Unter dem Namen LIVE, eine Abkürzung für Live Music Industry, Venues And Entertainment, nimmt in Großbritannien ein übergreifender Liveverband die Arbeit auf, über den die UK-Branche mit einer Stimme Herausforderungen wie Corona oder Brexit angehen will. CEO ist ILMC- und "IQ"-Chef Greg Parmley.

18.02.2021 14:59 • von Dietmar Schwenger
Nimmt die Arbeit auf: der neue UK-Verband LIVE (Bild: LIVE)

Unter dem Namen LIVE, eine Abkürzung für Live Music Industry, Venues And Entertainment, nimmt in Großbritannien ein übergreifender Liveverband die Arbeit auf, über den die UK-Branche mit einer Stimme Herausforderungen wie Corona oder Brexit angehen will. Unter dem LIVE-Dach haben sich Künstler, Manager, Spielstätten, Festivals, Veranstalter, Agenten, Produktions- und Ticketingunternehmen zusammengeschlossen, die wiederum über die 13 zentralen Liveverbände in Großbritannien organisiert sind, So repräsentiert LIVE laut eigenen Angaben 3150 Unternehmen, über 4000 Künstlers und gut 2000 hinter den Kulissen tätige

Als CEO von LIVE fungiert ILMC- und "IQ"-Chef Greg Parmley. "Es war höchste Zeit, dass die britische Livebranche einen wirklich repräsentativen Verband hat - und LIVE wird genau diese vereinte Stimme sein, wenn die Branche aus dem Lockdown kommt und darüber hinaus", sagte Parmley der "Musicweek". "Die noch nie dagewesenen Herausforderungen, denen wir uns gegenüberstehen, mögen ein dunkles Bild zeichnen, und wir leben wahrlich in einer kritischen Zeit. Aber gemeinsam können wir Jobs und die Zukunft der Live-Musik schützen."

An der Gründung waren neben den Chefs der Einzelverbände und Phil Bowdery von Live Nation auch Stuart Galbraith von der DEAG-Tochter Kilimanjaro Live beteiligt. "LIVE konzentriert sich darauf, die langfristige Unterstützung für unsere Branche einzufordern, die wir brauchen, um am Leben zu bleiben", formuliert Gailbraith. "Wir müssen die Jobs und unser Auskommen schützen vor dem Doppelschlag von Covid-19 und Brexit."

Zu den konkreten Punkten, die LIVE angeht, gehören die Forderung nach einer dreijährigen Verlängerung der reduzierten Mehrwertsteuer für Tickets, eine staatliche Versicherung für Events, wenn diese wieder stattfinden können und spezifische Finanzhilfen für die Branche, um Jobs und die Infrastruktur zu retten.