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Indies lassen Wintel-Studie mit Berliner Partnern auferstehen

Der Dachverband der unabhängigen Musikwirtschaft will die Entwicklung der weltweiten Indie-Szene neu vermessen, und dabei auch die Effekte der Corona-Krise beleuchten. Dafür stößt das Worldwide Independent Network (WIN) eine neue Auflage der Wintel-Studie an, mit einem Partner aus Berlin.

16.02.2021 13:17 • von
So sah es zwischen 2015 und 2017 aus: die ersten Auflagen des Wintel-Reports taxierten den weltweiten Marktanteil der Indies auf zuletzt fast 40 Prozent (Bild: wintel.winformusic.org/previous-reports, Screenshot)

Der internationale Dachverband der unabhängigen Musikwirtschaft will die Entwicklung der weltweiten Indie-Szene neu vermessen, und dabei auch die Effekte der Corona-Krise beleuchten. Dafür stößt das Worldwide Independent Network (WIN) nun eine neue Auflage der Wintel-Studie an, wobei der vor Jahresfrist frisch konstituierte Vorstand auch einen neuen Partner für die Datenerhebung mit an Bord hat.

Basierten die von 2016 über 2017 bis 2018 noch von der damaligen WIN-Chefin Alison Wenham vorgelegten Wintel-Berichte noch auf Erhebungen von Marktforscher Mark Mulligan von Midia Research, so kommt nun mit dem House Of Research ein im Jahre 2000 gegründetes inhabergeführtes Forschungsinstitut aus Berlin zum Zug. Die Berliner Marktforscher waren schon zuvor im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft aktiv, und nahmen zum Beispiel 2012 die Auswirkungen digitaler Piraterie auf Musikwirtschaft und Medien unter die Lupe.

Der Wintel-Report 2021 soll nun helfen, die Informationslücke seit der bislang jüngsten Auflage des Berichts zu schließen, dabei aber zugleich auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Umsätze, die Beschäftigungszahlen und die Investitionen im Indie-Sektor zu ergründen.

Ziel sei es laut WIN-Angaben, zunächst bis Mitte 2021 einen "Pandemic Impact Report" zu erstellen, dem dann später im laufenden Jahr ein umfassender Bericht folgen soll. Dazu läuten WIN und das House Of Research ab dem 16. Februar und bis in den März hinein eine Umfrage auf den Onlineseiten des Indieverbands ein.

Text: Knut Schlinger