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Frankfurter Arena am Kaiserlei will 2025 Betrieb aufnehmen

Bei einer Pressekonferenz stellte die Arena am Kaiserlei Projektentwicklungsgesellschaft ihre Pläne vor, eine Halle mit 13.000 Plätzen im Grenzgebiet zwischen Frankfurt und Offenbach bis 2025 umzusetzen. Die Baukosten würden mindestens 150 Millionen Euro betragen.

15.02.2021 13:11 • von Dietmar Schwenger
Stellte die Arena am Kaiserlei vor: Architekt Svonko Turkali (Bild: Screenshot)

Bei einer Pressekonferenz stellte die Arena am Kaiserlei Projektentwicklungsgesellschaft am 15. Februar 2021 ihre Pläne vor, eine Halle mit 13.000 Plätzen im Grenzgebiet zwischen Frankfurt und Offenbach bis 2025 umzusetzen. Die Baukosten würden mindestens 150 Millionen Euro betragen. Mit dem 27. September 2025 haben die Initiatoren sogar bereits einen möglichen Eröffnungstermin genannt, obwohl zunächst die Politik die nächsten Schritte einleiten muss, wie Gunnar Wöbke, Geschäftsführender Gesellschafter des Basketballvereins Fraport Skyliners und einer der Hauptinitiatoren der Arena, in einem Appell an die Stadt Frankfurt betonte: "Beenden Sie ihr Hase- und Igel-Spiel! Wir brauchen jetzt die politische Entscheidung."

Grundlage für ein solches Projekt seien die politischen, baurechtlichen und wirtschaftlichen Parameter, die es jetzt endlich abzuprüfen gelte. "Da die öffentliche Ausschreibung 2020 gescheitert ist, hat eine Gruppe von fünf regionalen Unternehmern unter Federführung der Fraport Skyliners ein durchdachtes und seriöses Angebot erarbeitet, wie die Arena am Kaiserlei durch 'Frankfurter für Frankfurt' doch noch realisiert werden kann. Dieses Angebot liegt seit September 2020 bei der Stadt Frankfurt auf dem Tisch mit dem Ziel des Baues einer Sport- und Kulturarena für Frankfurt, Offenbach und die gesamte Metropolregion bis 2025", informieren die Initiatoren.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und stehen in den Startlöchern", erläutert Wöbke in einer Mitteilung, die im Anschluss an die Pressekonferenz verschickt wurde. "Was jetzt noch fehlt ist die Anhandgabe des Grundstücks und damit die Bestätigung der Stadt, am südlichen Mainufer wie geplant eine Sport-und Kulturarena in das Stadtbild integrieren zu wollen. Die Politik muss jetzt entscheiden, dass sie die seit vielen Jahren im Koalitionsvertrag gemachten Zusagen einhält und das Grundstück am Kaiserlei für den Bau einer Multifunktionsarena zur Verfügung stellt, damit sich Frankfurt weiterentwickelt."

Die jetzt von Wöbke und dem Architekten Svonko Turkali vorgestellte Arena am Kaiserlei sei als grüne Stadtarena geplant und aufgrund der zentralen Lage gut erreichbar, was Sport- und Musikfans zu vielfältigen Anreisemöglichkeiten ohne PKW einlade. Einmalig sei eine Parkmöglichkeit für 2000 Fahrräder, zudem bietet das PKW-Parkhaus Stellfläche für 2350 Autos. Das Projekt schlage zudem eine Brücke zwischen Frankfurt und Offenbach, die gleichermaßen von den Vorteilen profitierten, heißt es in der Mitteilung.

Bei den "Starting Five", die nun den Bau der Arena vorantreiben, handelt es sich um regionale Unternehmer, die die Fraport Skyliners bei der Umsetzung des Projekts unterstützen: Dazu gehören neben Wöbke noch Ulrich Brass (Brass Gruppe), Thomas Kunz (Schmoll Maschinen), Hans Nolte (Hahn Air) und Claus Wisser (Wisag).

Die Betreiber wollen die Arena, die rund 800 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze schaffen soll, zu 50 Prozent mit eigenem Kapital und die andere Hälfte mit Fremdkapital fianzieren, gegebenenfalls könne der Anteil des Eigenkapitals auch auf 70 Prozent erhöht werden. Auch ein Publikumsfonds sei denkbar, erläuterte Wöbke. Ziel sei es, den großen Sportvereinen der Region eine dauerhafte sportliche und wirtschaftliche Perspektive zu bieten. "Darüber hinaus fehlt Frankfurt aktuell eine moderne Arena dieser Größenordnung für Top-Künstler aus aller Welt, Kulturschaffende aus der Region sowie große Business-Veranstaltungen", streichen die Initiatoren heraus.

"Zahlreiche Künstler, die gern in Frankfurt auftreten würden, weichen aktuell nach Mannheim oder auch Köln aus. Zwischen dem Deutsche Bank Park für große Outdoor-Konzerte und der nicht ganzjährig verfügbaren Festhalle Frankfurt klafft eine Lücke. Diese schließen wir mit der Arena Kaiserlei. Unsere Stadtarena würde Frankfurt, Offenbach und die Region kulturell beleben und uns sportlich eine echte Perspektive eröffnen", so Wöbke weiter.

Der Archtekt Turkali wies zudem auf die Umweltaspekte der Halle hin. Eine durchgehende naturnahe Dachbegrünung und Solarpanels auf dem Dach des Gebäudes sollen für ein gesundes Mikroklima sorgen und die Bemühungen für ein CO2-neutrales Gebäude unterstützen. Zudem werde Regenwasser durch ein Auffangsystem zur Kühlung und Bewässerung genutzt. Ein Blick vom ganzjährig für die Öffentlichkeit zugänglichen Dach zeige dann die markante Skyline der Stadt. "Die Arena könnte ein neues Wahrzeichen der Stadt werden."

Die Planungen und Gespräche über eine neue Arena ziehen sich bereits seit 2011 hin. Aus verschiedenen Gründen hatten die Sportbusiness-Agentur Lagardère und Anschutz Entertainment sich nicht für das Projekt entschieden, weswegen im Oktober 2020 die Arena am Kaiserlei Projektentwicklungsgesellschaft neu gegründet wurde.