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NRW Music Conference gab Startschuss für das popBoard NRW

Am 11. Februar fand die digitale NRW Music Conference 2021 unter dem Motto »what if...« statt. Dort wurde das popBoard NRW vorgestellt, ein Projekt, hinter dem unter anderem c/o pop, VUT West und Klubkomm stehen.

12.02.2021 13:24 • von Jonas Kiß
Sprachen über das pop-Board NRW: Moderatorin Anja Backhaus und Norbert Oberhaus mit Teilnehmern der NRW Music Conference (Bild: Screenshot, whatif.nrw)
Am 11. Februar fand die digitale NRW Music Conference 2021 unter dem Motto »what if...« statt. Dort wurde das popBoard NRW vorgestellt, ein Projekt, hinter dem unter anderem c/o pop, VUT West und Klubkomm stehen.

Als Interessenvertretung soll das popBoard NRW künftig als zentrale Anlaufstelle für Politik und Behörden fungieren und zugleich als »Schnittstelle für die Vernetzung mit Initiativen und Gremien auf Bundesebene« dienen. Um 11 Uhr startete die Veranstaltung mit Moderatorin Anja Backhaus sowie einer Begrüßung von Robert von Zahn (Landesmusikrat NRW) und Norbert Oberhaus (cologne on pop).

»Im Gegensatz zu anderen Bundesländern ist das Thema Popmusik weder in der Kulturpolitik noch in der Kulturverwaltung in Nordrhein-Westfalen entsprechend deutlich verankert«, erklärt Norbert Oberhaus.

Oberhaus prescht vor

Oberhaus engagiert sich zusammen mit Robert von Zahn vom Landesmusikrat NRW besonders für das Projekt. »Seit zwei Jahren haben wir das popBoard NRW angezogen, und jetzt wollten wir nicht mehr darauf warten, bis die Politik jemanden beauftragt, das zu tun, wie in Berlin mit dem Musicboard. Stattdessen haben wir uns entschlossen, die Akteure zusammenzutun und das popBoard selber zu gründen. Parallel suchen wir natürlich trotzdem das Gespräch mit der Politik. Mit der NRW Music Conference setzen wir jetzt erstmal ein Zeichen, um das Thema weiter nach vorn zu tragen«, erklärt Oberhaus.

Neben der c/o pop sind unter anderem der Landesmusikrat NRW, popNRW, create music NRW, VUT West, musicNRWwomen*, LiveInitiative NRW, Klubkomm, NRW Tourismus, Institut für Pop-Musik Folkwang Universität der Künste oder die Hochschule für Musik und Tanz Köln involviert.

»Wir sind ungefähr zehn Geselleschafter, die die Grundfinanzierung zur Gründung mittragen, parallel haben wir die Zusage für eine Anschubfinanzierung von der Kulturpolitik von 300.000 Euro, um das popBoard strukturell auf den Weg zu bringen.« Die Initiative Musik und das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen fördern das Projekt. Dieter Gorny, Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik, der bei der NRW Music Conference aus Essen zugeschaltet war, sprach in einem Impulsvortrag über das Vorbild der Initiative Musik als kulturwirtschaftlicher Einrichtung auf Bundesebene. »Die Initiative Musik will weiter mithelfen, dass das popBoard NRW realisiert wird. Das Endziel sollte nicht sechsstellig, sondern mindestens siebenstellig sein«, sagte Gorny.

Siebenstelliges Ziel

Mittags standen bei der Konferenz dann verschiedene digitale Themenräume auf dem Programm, wo Vertreter aus Musikwirtschaft, Popkultur, Politik, Verbänden, Bildung, Musikmedien sowie Musiker und Veranstalter die Umsetzung des popBoard NRW öffentlich diskutieren konnten. Denn mit der Konferenz wollte man auch herausfinden, wie die Resonanz auf das Projekt ist, und wer sich noch beteiligen will. Derzeit befindet sich das popBoard NRW in der Gründungsphase, und die Akteure sind dabei, sich eine Satzung zu geben. Bis Ende April oder Anfang Mai soll die Gründung des popBoards dann abgeschlossen sein.